VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105: Wichtige Änderungen für die Praxis

VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105: Wichtige Änderungen für die Praxis

VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105: Wichtige Änderungen für die Praxis

Im Frühjahr 2026 wurden sowohl die VDE-AR-N 4100 als auch die VDE-AR-N 4105 in vollständig überarbeiteten Fassungen veröffentlicht. Die VDE-AR-N 4100:2026-04 regelt weiterhin den Anschluss und Betrieb von Kundenanlagen am Niederspannungsnetz (TAR Niederspannung), während die VDE-AR-N 4105:2026-03 die Anforderungen für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (TAR Erzeugungsanlagen) definiert.

Die Aktualisierungen tragen den Entwicklungen der Energiewende Rechnung. Insbesondere die zunehmende Verbreitung von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern, Wärmepumpen, Energiemanagementsystemen und Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge machte eine Anpassung der bestehenden Regelwerke erforderlich.

Für Elektrofachkräfte, Planer, Anlagenerrichter und Betreiber ergeben sich daraus neue technische und organisatorische Anforderungen.

VDE AR N BildausPraxis

Was hat sich bei der VDE-AR-N 4100 im April 2026 geändert?

Die neue VDE-AR-N 4100:2026-04 reagiert insbesondere auf die zunehmende Elektrifizierung von Gebäuden und die Anforderungen an moderne Energieversorgungssysteme.

Bereits die Vorgängerversion aus dem Jahr 2019 schuf die Grundlage für intelligente Messsysteme und Smart-Meter-Gateways. Die aktuelle Überarbeitung konzentriert sich nun stärker auf die praktische Integration zusätzlicher Komponenten im Zählerplatz und die Anforderungen an steuerbare Verbrauchseinrichtungen.

Die wichtigsten Änderungen der VDE-AR-N 4100 im Überblick

  • Erweiterung der Vorgaben für Netzanschlussportale
  • Neue Darstellung anmelde- und zustimmungspflichtiger Vorgänge
  • Berücksichtigung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG
  • Hinweise zur Errichtung mehrerer Netzanschlüsse in Gebäuden und auf Grundstücken
  • Überführung der Anforderungen zur Messwerterfassung im Vorzählerbereich
  • Neue Anordnungsmöglichkeiten zusätzlicher Verteilerfelder im Zählerplatz
  • Integration von Wandleranlagen bis 1.000 A
  • Zusätzliche Einbauräume für Kommunikationsmodule, Steuergeräte und Energiemanagementsysteme (EMS)
  • Übertragung der Anforderungen an den EnFluRi in die VDE-AR-N 4105

Besonders relevant ist die stärkere Berücksichtigung moderner Energiemanagementsysteme, die künftig eine zentrale Rolle bei der netzdienlichen Steuerung von Verbrauchern und Erzeugern übernehmen.

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Welche Neuerungen bringt die VDE-AR-N 4105 vom März 2026?

Auch die VDE-AR-N 4105:2026-03 wurde umfassend überarbeitet. Die Anwendungsregel betrifft insbesondere Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Blockheizkraftwerke und weitere dezentrale Erzeugungsanlagen.

Ziel der Überarbeitung war es, den Netzanschlussprozess zu vereinfachen, bürokratische Hürden abzubauen und gleichzeitig die Netzstabilität bei steigender Einspeisung erneuerbarer Energien sicherzustellen.

Die wichtigsten Änderungen der VDE-AR-N 4105 im Überblick

  • Vereinfachter Anschluss- und Nachweisprozess für Anlagen zwischen 135 kW und 500 kW
  • Vereinfachte technische Anforderungen für Erzeugungsanlagen und Speicher bis 800 VA
  • Einführung des PAV,E-Schutzes
  • Erweiterung der PAV,E-Überwachung bis zur Nulleinspeisung
  • Q(U) als Standardverfahren für die Blindleistungsregelung
  • Erweiterte Anforderungen an systemstützende Eigenschaften wie RoCoF und P(f)
  • Neue Varianten für den Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz)
  • Anforderungen an rückspeisefähige Ladeeinrichtungen und bidirektionales Laden
  • Vereinfachte Anschlussformulare und reduzierter Datenumfang
  • Aktualisierte Beispiele für Zählerplatzkonfigurationen
  • Einführung von Anlagenzertifikaten für größere Erzeugungsanlagen

Besonders interessant für Betreiber von Photovoltaikanlagen ist die neue Möglichkeit, Anlagen bis 500 kW künftig einfacher nach VDE-AR-N 4105 anzuschließen und nachzuweisen.

Was regeln VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105 grundsätzlich?

  • Die VDE-AR-N 4100 definiert die technischen Anforderungen für den Anschluss von Kundenanlagen an das Niederspannungsnetz.

    Hierzu gehören unter anderem:

    • Hausanschlüsse
    • Zählerplätze
    • Netzanschlusspunkte
    • Kundenanlagen
    • Schutzmaßnahmen
    • Steuerbare Verbrauchseinrichtungen

    Die VDE-AR-N 4105 ergänzt diese Vorgaben für Erzeugungsanlagen wie:

    • Photovoltaikanlagen
    • Batteriespeicher
    • Blockheizkraftwerke
    • Kleinwindanlagen
    • Rückspeisefähige Ladeeinrichtungen

    Gemeinsam bilden beide Regelwerke die technische Grundlage für einen sicheren und normgerechten Betrieb moderner Energieanlagen am Niederspannungsnetz.

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Welche Auswirkungen haben die Änderungen auf Elektrofachkräfte und Anlagenbetreiber? 

Die neuen Fassungen der VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105 wirken sich unmittelbar auf Planung, Errichtung und Betrieb elektrischer Anlagen aus.

Unternehmen sollten insbesondere prüfen:

  • Sind bestehende Zählerplatzkonzepte noch normkonform?
  • Werden die Anforderungen aus § 14a EnWG berücksichtigt?
  • Entsprechen bestehende Netzschutzkonzepte den neuen Vorgaben?
  • Müssen Formulare oder Dokumentationen angepasst werden?
  • Sind Schulungsmaßnahmen für Elektrofachkräfte erforderlich?

Gerade Betreiber größerer Photovoltaikanlagen und Speicher profitieren von den vereinfachten Anschluss- und Nachweisverfahren, müssen jedoch gleichzeitig die erweiterten Anforderungen an Netzstützung und Schutzkonzepte beachten.

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R.O.E. unterstützt bei der Umsetzung aktueller Regelwerke 

Die Anforderungen der VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105 werden zunehmend komplexer. Neben den technischen Vorgaben gewinnen auch organisatorische Aspekte wie Betreiberverantwortung, Gefährdungsbeurteilungen und die Qualifikation von Elektrofachkräften an Bedeutung.

R.O.E. unterstützt Unternehmen bei der rechtssicheren Umsetzung aktueller Normen und Anwendungsregeln. Dazu gehören unter anderem:

  • Aufbau rechtssicherer Organisationsstrukturen
  • Unterstützung bei Gefährdungsbeurteilungen
  • Schulung von Elektrofachkräften und Verantwortlichen
  • Bewertung neuer normativer Anforderungen
  • Entwicklung praxisgerechter Lösungen für den sicheren Betrieb elektrischer Anlagen

Fazit zu den Neuerungen

Mit den neuen Fassungen der VDE-AR-N 4100:2026-04 und VDE-AR-N 4105:2026-03 wurden die technischen Anschlussregeln umfassend modernisiert. Die Änderungen schaffen die Grundlage für die weitere Integration von Photovoltaik, Batteriespeichern, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur in das Niederspannungsnetz. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Planung, Dokumentation und elektrotechnische Organisation.

Unternehmen sollten die Neuerungen frühzeitig bewerten und bestehende Prozesse anpassen, um auch zukünftig normkonform und sicher arbeiten zu können.

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Worauf muss beim Einsatz von Zeitschaltuhren geachtet werden?

Worauf muss beim Einsatz von Zeitschaltuhren geachtet werden?

Worauf muss beim Einsatz von Zeitschaltuhren geachtet werden?

Zeitschaltuhren werden in Betrieben häufig eingesetzt, um elektrische Verbraucher zeitgesteuert ein- und auszuschalten. Typische Anwendungsbereiche sind Beleuchtungsanlagen, Heizsysteme, Lüftungsanlagen, Pumpen, Werbeanlagen oder Ladeeinrichtungen. Der Einsatz kann zur Energieeinsparung, zur Automatisierung von Prozessen und zur Verbesserung der Betriebssicherheit beitragen.

Damit eine Zeitschaltuhr sicher betrieben werden kann, müssen jedoch sowohl die technischen Eigenschaften der Zeitschaltuhr als auch die Anforderungen des Arbeitsschutzes berücksichtigt werden.

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Richtige Auswahl von Zeitschaltuhren

Bei der Auswahl einer Zeitschaltuhr ist insbesondere auf die zulässige Schaltleistung zu achten. Die auf dem Gerät angegebene Belastbarkeit unterscheidet häufig zwischen verschiedenen Lastarten.

Beispiel

Kenndaten der Zeitschaltuhr: 16 (2) A / 250 V

Bedeutung:

  • 16 A (ca. 4.000 W) bei ohmscher Last
  • 2 A (ca. 500 W) bei induktiver Last

Zu den ohmschen Lasten gehören beispielsweise:

  • Heizgeräte
  • Glühlampen
  • Heizlüfter
  • Warmwasserbereiter

Zu den induktiven Lasten zählen unter anderem:

  • Elektromotoren
  • Pumpen
  • Ventilatoren
  • Kompressoren
  • Schütze und Relais

Gerade induktive Lasten erzeugen beim Schalten hohe Einschaltströme und können die Kontakte einer Zeitschaltuhr deutlich stärker beanspruchen als reine Widerstandslasten.

Warum ist die Lastart entscheidend? 

Eine Zeitschaltuhr, die für eine Heizplatte problemlos geeignet ist, kann bei einem Motor bereits überlastet werden. Die Folge können überhitzte Kontakte, Schaltfehler oder im schlimmsten Fall ein Geräteausfall sein.

Vor dem Einsatz sollte daher immer geprüft werden:

  • Welche Last wird geschaltet?
  • Wie hoch ist die Leistungsaufnahme?
  • Handelt es sich um eine ohmsche, induktive oder kapazitive Last?
  • Ist die Zeitschaltuhr für den Dauerbetrieb geeignet?

Im Zweifel sollte eine Elektrofachkraft die Auswahl beurteilen oder eine Schaltlösung über ein geeignetes Schütz vorsehen.


Brandgefahr durch Zeitschaltuhren – ein oft unterschätztes Risiko 

Eine häufig unterschätzte Gefahr ist die mögliche Brandgefahr durch eine Zeitschaltuhr. Insbesondere dann, wenn die Zeitschaltuhr nicht für die angeschlossene Last ausgelegt ist oder über längere Zeit nahe ihrer Belastungsgrenze betrieben wird.

Werden beispielsweise Motoren, Heizgeräte oder andere leistungsstarke Verbraucher über eine ungeeignete Zeitschaltuhr geschaltet, können die internen Kontakte überhitzen. Die Folge können verschmorte Steckverbindungen, beschädigte Gehäuse oder im schlimmsten Fall ein Brandereignis sein.

Besondere Aufmerksamkeit ist erforderlich bei:

  • älteren oder beschädigten Zeitschaltuhren,
  • dauerhaft hohen Lasten,
  • induktiven Verbrauchern wie Pumpen oder Lüftern,
  • Mehrfachsteckdosen in Kombination mit Zeitschaltuhren,
  • erhöhter Umgebungstemperatur oder schlechter Belüftung.

Um die Brandgefahr einer Zeitschaltuhr zu minimieren, sollten ausschließlich qualitativ hochwertige Geräte verwendet und die Herstellerangaben zur maximal zulässigen Schaltleistung beachtet werden. Zudem empfiehlt es sich, Zeitschaltuhren regelmäßig im Rahmen der Sichtprüfung auf Verfärbungen, Beschädigungen oder Anzeichen von Überhitzung zu kontrollieren.

Insbesondere in gewerblichen und industriellen Bereichen sollte die Auswahl der Zeitschaltuhr durch eine Elektrofachkraft erfolgen, wenn größere Lasten oder sicherheitsrelevante Anlagen geschaltet werden.

Zeitschaltuhren als elektrische Arbeitsmittel 

Unabhängig von ihrer Verwendung gelten Zeitschaltuhren als elektrische Arbeitsmittel. Sie unterliegen damit den Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sowie den Vorgaben der DGUV Vorschrift 3.

Der Arbeitgeber hat im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen, ob und in welchen Intervallen eine Prüfung erforderlich ist.

Wie bei allen elektrischen Arbeitsmitteln sollten Beschäftigte vor der Verwendung eine kurze Sichtprüfung durchführen.

Dabei ist insbesondere zu achten auf:

  • Beschädigungen am Gehäuse
  • Defekte Steckkontakte
  • Fehlende oder beschädigte Prüfplaketten
  • Auffällige Erwärmung
  • Veränderungen an Leitungen oder Steckverbindungen

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Was tun bei festgestellten Mängeln? 

Werden bei der Sichtprüfung Mängel festgestellt, dürfen diese nicht ignoriert werden. Auffälligkeiten sind umgehend dem zuständigen Fachbereich oder der verantwortlichen Elektrofachkraft zu melden.

Eine weitere Verwendung darf erst erfolgen, wenn eine zur Prüfung befähigte Person die sichere Nutzung bestätigt hat. Defekte Zeitschaltuhren sind unverzüglich aus dem Betrieb zu nehmen.

Fazit zum Einsatz von Zeitschaltuhren

Zeitschaltuhren sind praktische Hilfsmittel zur Automatisierung betrieblicher Abläufe. Für einen sicheren Einsatz ist jedoch entscheidend, dass die Zeitschaltuhr für die angeschlossene Last geeignet ist und die zulässigen Schaltleistungen nicht überschritten werden. Da Zeitschaltuhren elektrische Arbeitsmittel sind, müssen sie regelmäßig geprüft, vor der Benutzung kontrolliert und bei Mängeln sofort außer Betrieb genommen werden.

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Online Unterweisung im Arbeitsschutz

Online Unterweisung im Arbeitsschutz

Online Unterweisung im Arbeitsschutz

Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie haben Online Unterweisungen und digitale Schulungsformate stark an Bedeutung gewonnen. Durch den zeitweisen Wegfall von Präsenzveranstaltungen waren Online-Schulungen und E-Learning-Module oft die einzige Möglichkeit, Schulungen weiterhin durchzuführen.

Heute sind sie ein fester Bestandteil moderner Weiterbildung – insbesondere im Bereich der Online-Arbeitsschutzunterweisung.

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Was ist eine Online Unterweisung?

Eine Online Unterweisung ist eine digitale Schulung, bei der Inhalte über E-Learning-Systeme vermittelt werden.
Im Bereich Arbeitsschutz spricht man häufig von Online-Sicherheitsunterweisung oder Online-Unterweisung im Arbeitsschutz.

Diese Form der Schulung ermöglicht es, grundlegende Inhalte orts- und zeitunabhängig zu vermitteln.

Vorteile von Online Unterweisungen (E-Learning)

Die Online Sicherheitsunterweisung bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter:

1. Hohe Flexibilität

Teilnehmer können die Online-Unterweisung jederzeit durchführen – unabhängig von festen Terminen.

2. Zeit- und Kostenersparnis

Durch den Wegfall der Anreise zum Seminarort und Hotelübernachtungen reduzieren sich die organisatorischen Aufwände.

3. Effiziente Wissensvermittlung

E-Learning in der Arbeitssicherheit ermöglicht es, Inhalte strukturiert zu vermitteln und durch Lernerfolgskontrollen abzuschließen. Gerade bei Themen wie der Arbeitsschutz- oder Brandschutzunterweisung können Inhalte standardisiert bereitgestellt werden.

Nachteile von Online Unterweisungen

Neben den Vorteilen gibt es auch Einschränkungen bei den Onlineseminaren:

1. Eingeschränkter Austausch

Der direkte kommunikative Austausch zwischen Teilnehmern und Dozenten ist stark reduziert.

2. Fehlende Gruppendynamik

Die Motivation und Interaktion innerhalb einer Gruppe ist geringer als bei Präsenzveranstaltungen.

3. Hohe Anforderungen an Selbstdisziplin

Teilnehmer müssen eigenständig und konzentriert arbeiten.

4. Technische Voraussetzungen

Eine funktionierende technische Infrastruktur ist notwendig. Zudem müssen alle Beteiligten mit den eingesetzten Tools umgehen können.

5. Keine praktische Anwendung

Ein wesentlicher Nachteil vom E-Learning in der Arbeitssicherheit ist, dass praktische Übungen („Learning by Doing“) nicht möglich sind.

Online Unterweisung vs. persönliche Unterweisung

Die Berufsgenossenschaften stellen klar:
Bei der Wissensvermittlung ist zwischen Schulung und Unterweisung zu unterscheiden. Gemäß § 12 Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, seine Beschäftigten arbeitsplatzbezogen zu unterweisen.

Das bedeutet:

  • Inhalte müssen auf die konkrete Tätigkeit abgestimmt sein
  • Gefährdungen müssen individuell erläutert werden
  • Verhalten am Arbeitsplatz muss konkret vermittelt werden

Diese Anforderungen erfüllt in der Regel nur eine persönliche und mündliche Unterweisung.

Die Rolle von E-Learning in der Arbeitssicherheit

Eine Online-Unterweisung im Arbeitsschutz kann daher:

  • allgemeine Inhalte vermitteln
  • in Themen einführen
  • Wissen vorbereiten

Sie ersetzt jedoch nicht vollständig die persönliche Unterweisung.

Die Online-Sicherheitsunterweisung dient vor allem als Vorbereitung, um die anschließende Unterweisung effizienter zu gestalten.

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Anforderungen an eine rechtssichere Unterweisung

Eine wirksame Unterweisung muss:

Die Inhalte müssen an die jeweilige Gefährdungssituation angepasst werden. Der Arbeitgeber bzw. Vorgesetzte ist verpflichtet zu prüfen, ob die Inhalte der Unterweisung tatsächlich verstanden wurden.

Dies kann erfolgen durch:

  • Verständnisfragen
  • praktische Demonstrationen
  • direkte Rückmeldungen

Ein reiner Test innerhalb einer Online-Unterweisung ist in der Regel nicht ausreichend, da dieser mehrfach wiederholt werden kann und keinen sicheren Nachweis über das Verständnis liefert.

ROE Praxisfragen OnlineUnterweisung DokumentationUnterweisung

Dokumentation der Unterweisung

Die Unterweisung muss dokumentiert werden durch:

  • Unterschrift des Unterweisenden
  • Unterschrift der unterwiesenen Mitarbeiter

Der Vorgesetzte muss sicherstellen, dass keine Unklarheiten mehr bestehen, bevor die Unterweisung abgeschlossen wird.

Fazit: Online Unterweisung sinnvoll kombinieren

Die Online Unterweisung im Arbeitsschutz ist ein wertvolles Instrument zur Wissensvermittlung.

In Kombination mit einer persönlichen Unterweisung bietet sie:

  • effiziente Vorbereitung
  • strukturierte Inhalte
  • bessere Zeitnutzung

Die Kombination aus E-Learning in der Arbeitssicherheit und persönlicher Unterweisung sorgt für nachhaltige Sicherheit im Unternehmen.

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Unterweisung im Arbeitsschutz – Pflicht, Ablauf und Inhalte

Unterweisung im Arbeitsschutz – Pflicht, Ablauf und Inhalte

Unterweisung im Arbeitsschutz – Pflicht, Ablauf und Inhalte

Die Unterweisung ist ein wesentlicher Bestandteil eines modernen Arbeitsschutzsystems. Sie beschreibt den gezielten Austausch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, bei dem sicherheitsrelevante Verhaltensweisen vermittelt und besprochen werden.

Im Rahmen einer Sicherheitsunterweisung werden alle wichtigen Informationen so erklärt, dass sie für jeden Mitarbeiter verständlich, anschaulich und nachvollziehbar sind.

Ziel der Unterweisung im Arbeitsschutz ist es, dass:

  • Schutzmaßnahmen verstanden werden
  • Sicherheitsregeln eingehalten werden
  • Risiken frühzeitig erkannt werden
  • sicheres Verhalten im Arbeitsalltag etabliert wird

Nur wenn Mitarbeiter die Inhalte verstehen und akzeptieren, kann die Arbeitssicherheit im Unternehmen nachhaltig verbessert werden.

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Warum sind Unterweisungen im Arbeitsschutz wichtig?

Eine regelmäßige Unterweisung im Arbeitsschutz ist entscheidend für einen sicheren Betriebsablauf und gesunde Arbeitsbedingungen. Die Sicherheit im Unternehmen hängt nicht ausschließlich von technischen Maßnahmen ab, sondern maßgeblich vom Verhalten der Mitarbeiter.

Damit Mitarbeiter sicher handeln können, müssen sie umfassend informiert werden über:

  • Arbeitsabläufe und Tätigkeiten
  • mögliche Gefahren am Arbeitsplatz
  • geeignete Schutzmaßnahmen
  • Sicherheitskennzeichnungen
  • Verhalten bei Störungen und Notfällen

Die Sicherheitsunterweisung stellt sicher, dass alle Beteiligten die notwendigen Informationen erhalten und im Ernstfall richtig reagieren können.

Gesetzliche Grundlagen der Unterweisung

Die Pflicht zur Unterweisung in der Arbeitssicherheit ist gesetzlich klar geregelt.

Zu den wichtigsten Vorschriften gehören:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) § 12
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) § 9
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) § 14
  • DGUV Vorschrift 1 § 4
  • DGUV Vorschrift 9 § 5

Diese Regelwerke verpflichten den Unternehmer, alle Mitarbeiter sowie weitere Personen wie:

so zu unterweisen, dass sie sich am Arbeitsplatz und auf den betrieblichen Wegen sicher und gefahrlos bewegen und verhalten können.

Wann muss eine Unterweisung durchgeführt werden?

Die jährliche Unterweisung im Arbeitsschutz ist verpflichtend und muss mindestens einmal pro Jahr erfolgen. Darüber hinaus gibt es weitere Anlässe für eine Sicherheitsunterweisung:

  • bei Neueinstellung von Mitarbeitern
  • bei Versetzung oder Veränderung des Aufgabenbereichs
  • vor Aufnahme neuer oder ungewohnter Tätigkeiten
  • bei Änderungen von Arbeitsabläufen
  • bei Arbeiten in besonderen Situationen (z. B. Instandhaltungsmaßnahmen oder Störungssuche)
  • bei erkennbar unsicherem Verhalten
  • nach Unfällen oder besonderen Ereignissen
  • bei konkreten Rückfragen von Mitarbeitern

Diese zusätzlichen Unterweisungen stellen sicher, dass Mitarbeiter jederzeit auf dem aktuellen Stand der Arbeitssicherheit sind. Für Jugendliche, wie beispielsweise Auszubildende und Praktikanten, gelten andere Anforderungen und Intervalle.

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Inhalte einer Sicherheitsunterweisung

Eine Unterweisung in der Arbeitssicherheit sollte alle relevanten Themen abdecken, die für die jeweilige Tätigkeit notwendig sind.

Typische Inhalte sind:

  • Gefährdungen am Arbeitsplatz
  • richtige Nutzung bzw. Prüfung von Arbeitsmitteln
  • persönliche Schutzausrüstung (PSA)
  • Verhalten im Notfall
  • betriebliche Sicherheitsregeln
  • spezifische Risiken einzelner Tätigkeiten

Die Inhalte müssen dabei immer auf den konkreten Arbeitsplatz und die jeweilige Tätigkeit abgestimmt sein

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Dokumentation der Unterweisung

Grundsätzlich sollten alle durchgeführten Unterweisungen im Arbeitsschutz dokumentiert werden. Die Dokumentation dient als Nachweis dafür, dass der Vorgesetzte seiner gesetzlichen Pflicht zur Unterweisung Arbeitsschutz nachgekommen ist.

Wichtige Punkte der Dokumentation:

  • Datum der Unterweisung
  • Inhalte der Unterweisung
  • Name des Unterweisenden
  • Teilnehmerliste
  • Unterschrift aller Beteiligten

Beim Umgang mit Gefahrstoffen ist eine Dokumentation der Sicherheitsunterweisung ausdrücklich vorgeschrieben.

Warum sind Unterweisungen im Arbeitsschutz wichtig?

Eine regelmäßige Unterweisung im Arbeitsschutz ist entscheidend für einen sicheren Betriebsablauf und gesunde Arbeitsbedingungen. Die Sicherheit im Unternehmen hängt nicht ausschließlich von technischen Maßnahmen ab, sondern maßgeblich vom Verhalten der Mitarbeiter.

Damit Mitarbeiter sicher handeln können, müssen sie umfassend informiert werden über:

  • Arbeitsabläufe und Tätigkeiten
  • mögliche Gefahren am Arbeitsplatz
  • geeignete Schutzmaßnahmen
  • Sicherheitskennzeichnungen
  • Verhalten bei Störungen und Notfällen

Die Sicherheitsunterweisung stellt sicher, dass alle Beteiligten die notwendigen Informationen erhalten und im Ernstfall richtig reagieren können.

Bedeutung der Unterweisung für die Arbeitssicherheit

Die Unterweisung ist ein zentraler Bestandteil eines funktionierenden Arbeitsschutzsystems.

Sie trägt dazu bei:

  • Arbeitsunfälle zu vermeiden
  • Gesundheitsrisiken zu reduzieren
  • gesetzliche Anforderungen einzuhalten
  • das Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen zu stärken

Nur durch regelmäßige und verständliche Unterweisungen im Arbeitsschutz kann ein dauerhaft sicherer Betrieb gewährleistet werden.

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DIN VDE 0105-100 – Was jetzt auf die Praxis zukommt

DIN VDE 0105-100 – Was jetzt auf die Praxis zukommt

DIN VDE 0105-100 – Was jetzt auf die Praxis zukommt

Die DIN VDE 0105 Teil 100 ist das zentrale Regelwerk für den Betrieb elektrischer Anlagen in der VDE Elektrotechnik. Wer Verantwortung für den sicheren Betrieb elektrischer Anlagen trägt, kommt an der VDE 0105-100 nicht vorbei. Sie definiert organisatorische, technische und personelle Anforderungen für das sichere Arbeiten an, mit oder in der Nähe von elektrischen Anlagen.
Aktuell zeichnet sich eine grundlegende Weiterentwicklung der europäischen Grundlage ab – mit spürbaren Auswirkungen auf die zukünftige nationale Umsetzung der DIN VDE 0105-100.

Dinvde

Die Europäische Grundlage der DIN VDE 0105-100

Die europäische Normungsorganisation CENELEC ist für die elektrotechnische Normung zuständig. Innerhalb der CENELEC definiert das Technische Gremium BTTF 62-3 die Anforderungen an den Betrieb elektrischer Anlagen.
Zentrale europäische Grundlagen sind:

  • EN 50110-1 (VDE 0105-1) – Mindestanforderungen
  • EN 50110-2 (VDE 0105-2) – Nationale Abweichungen

Diese bilden die Basis für die deutsche Umsetzung in der DIN VDE 0105-100. Im Jahr 2023 wurde die EN 50110-1 überarbeitet. Die deutsche Übernahme erschien im November 2024 als DIN EN 50110-1 (VDE 0105-1):2024-11.
Wichtig für die Praxis: Die aktuell gültige DIN VDE 0105-100 (VDE 0105 Teil 100) in der Fassung 2015-10 mit Änderung A1:2017-06 bleibt verbindlich, bis das zuständige Normungskomitee DKE/K 224 eine neue Ausgabe veröffentlicht.

Frist zur Anpassung nationaler Normen

CENELEC hat beschlossen, dass nationale Normen, die der neuen europäischen Fassung widersprechen, spätestens bis zum 29. Mai 2026 zurückgezogen werden müssen.
Für Deutschland bedeutet das: Die DIN VDE 0105-100 wird bis zu diesem Zeitpunkt angepasst werden müssen.

Unternehmen sollten sich daher frühzeitig mit den kommenden Änderungen auseinandersetzen – insbesondere im organisatorischen Bereich der VDE Elektrotechnik.

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Welche Änderungen zeichnen sich bei VDE 0105-100 ab?

1. Vier Arbeitsverfahren statt drei Arbeitsmethoden

Die bisher bekannten drei Arbeitsmethoden werden künftig in vier klar definierte Arbeitsverfahren überführt:

  • Arbeiten im spannungsfreien Zustand
  • Arbeiten unter Spannung (AuS)
  • Arbeiten innerhalb der Annäherungszone
  • Arbeiten außerhalb der Annäherungszone

Die bisherige Kategorie „Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile“ wird damit präziser gefasst. Die Annäherungszone erhält eine deutlich strukturiertere Bedeutung.

2. Neubewertung der Mindestarbeitsabstände

Die Mindestarbeitsabstände nach DIN VDE 0105-100 werden künftig nicht mehr ausschließlich tabellarisch betrachtet.

Zusätzlich zur Spannungshöhe sind zu berücksichtigen:

  • ergonomische Faktoren
  • Leitfähigkeit von Werkzeugen
  • Leitfähigkeit verwendeter Ausrüstung
  • reale Arbeitsbedingungen

Die Abstandsbetrachtung wird praxisnäher – aber auch komplexer.

3. Einführung englischer Rollenbezeichnungen

Im Zuge der stärkeren europäischen Harmonisierung werden voraussichtlich folgende Abkürzungen eingeführt:

Damit wird die VDE Elektrotechnik stärker europäisch ausgerichtet – auch organisatorisch.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Auch wenn die neue DIN VDE 0105-100 noch nicht veröffentlicht ist, ist die Richtung eindeutig.
Unternehmen sollten perspektivisch prüfen:

  • bestehende Arbeitsanweisungen
  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Schulungskonzepte
  • interne Rollenmodelle
  • Organisationsstrukturen im Bereich VDE Elektrotechnik

Die kommende Fassung der VDE 0105-100 wird organisatorische Klarheit stärker einfordern.

Bei R.O.E Expert bereiten wir uns bereits aktiv auf die Änderungen der DIN VDE 0105-100 vor. Derzeit werden alle relevanten Arbeitsanweisungen, Organisationsdokumente und Gefährdungsbeurteilungen schrittweise an die neuen Anforderungen angepasst – insbesondere im Hinblick auf:

  • Annäherungszonen
  • Mindestarbeitsabstand DWV
  • neue Rollenbezeichnungen
  • Struktur der Arbeitsverfahren

Ein Beispiel für ein bereits angepasstes Dokument finden Sie hier:

 

ROE DINVDE Mockup

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Fazit: Die DIN VDE 0105-100 ist in Bewegung

Die anstehende Überarbeitung der DIN VDE 0105-100 ist mehr als eine redaktionelle Anpassung.
Sie bringt strukturelle Änderungen bei:

  • Arbeitsverfahren
  • Abstandsregeln
  • Rollenverständnis
  • organisatorischer Verantwortung

Auch wenn die nationale Umsetzung noch läuft, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich strategisch vorzubereiten.Die VDE 0105 Teil 100 bleibt das zentrale Regelwerk für den sicheren Betrieb elektrischer Anlagen – und wird künftig noch stärker europäisch harmonisiert sein.

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VDE 0185-305: Aktuelle Blitzschnutznormen

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Der Blitzschutz technischer und baulicher Anlagen ist ein zentraler Bestandteil des vorbeugenden Personen-, Sach- und Brandschutzes. Grundlage hierfür bilden seit vielen Jahren die Blitzschutznorm VDE 0185-305 sowie die internationale Norm IEC 62305, die europaweit und international Anwendung findet.
Aktuell befindet sich das Regelwerk im Umbruch: Erste Teile der VDE 0185-305 und ihrer Beiblätter wurden bereits erneuert, weitere Überarbeitungen folgen schrittweise.

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Die neuen Blitzschutznormen VDE 0185-305 und IEC 62305

Im Oktober wurden in Deutschland bereits mehrere Teile der Blitzschutz VDE 0185-305 neu veröffentlicht. Diese Anpassungen sind jedoch nur ein Zwischenschritt: Nach und nach werden alle Teile der Norm sowie die zugehörigen Beiblätter überarbeitet und ergänzt.

 

Die internationale Blitzschutznorm IEC 62305 liegt bereits vollständig in neuer Fassung vor. Die deutsche Umsetzung erfolgt zeitversetzt, da Übersetzung, fachliche Durchsicht und nationale Veröffentlichung zusätzlichen Aufwand erfordern. Für Planer, Betreiber und Prüfer bedeutet dies aktuell eine Phase paralleler Normstände, die sorgfältig zu berücksichtigen sind.

Wichtig für die Praxis:

  • Für bestehende Anlagen ändert sich grundsätzlich nichts.
    Auch die wiederkehrende Blitzschutzprüfung bleibt in ihrer Struktur erhalten.
  • Für Neuanlagen gilt eine Übergangsfrist bis zum 31.10.2027.
    Bis dahin darf weiterhin die bisherige Norm angewendet werden.

Gerade bei neuen Projekten empfiehlt es sich jedoch, sich frühzeitig für einen einheitlichen Normstand zu entscheiden. Eine Vermischung alter und neuer Anforderungen erhöht die Komplexität unnötig und erschwert spätere Prüfungen.

Änderungen bei der Risikobewertung und Blitzschutzprüfung

Besonders umfangreiche Anpassungen betreffen die Risikobewertung nach VDE 0185-305-2. Ziel der Überarbeitung war es, das Verfahren praxisnäher und nachvollziehbarer zu gestalten.

Wesentliche Neuerungen im Überblick:

  • Es wird künftig nur noch ein gesamthafter Risikowert ermittelt
  • Dieser wird direkt mit dem akzeptablen Risiko verglichen
  • Die Norm enthält wieder ein Excel-Tool zur Risikobeurteilung, das die Anwendung erleichtert
  • Fehlende oder schwer ermittelbare Kennzahlen wurden durch pauschalierte Werte ersetzt

Auch im Zusammenhang mit der VDE 0185 Blitzschutz Prüfung ergeben sich Klarstellungen. Insbesondere das erwartete Beiblatt 3 zur VDE 0185-305-3, das im Laufe des Jahres erscheinen soll, konkretisiert die Anforderungen an Prüfung, Bewertung und Dokumentation von Blitzschutzsystemen.Eine 9-wöchige Ausbildung zur Elektrofachkraft in der Industrie erfüllt nicht einmal die Anforderungen eines einzelnen Teilbereichs.

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Präzisere Begriffe im Blitzschutz nach VDE 0185-305-3

Ein weiterer Schwerpunkt der Überarbeitung liegt in der sprachlich präziseren Einteilung von Blitzschutzsystemen. Künftig ist eine klare Unterscheidung zwischen englischer und deutscher Begrifflichkeit zwingend erforderlich, um Missverständnisse zu vermeiden.

Die Norm unterscheidet nun eindeutig zwischen:

  • Isolated LPS/ Getrenntes LPS
    Räumlich eindeutig von der baulichen Anlage getrennte Systeme, z. B. Fangmasten oder gespannte Fangleitungen mit separaten Ableitungen
  • Electrically insulated LPS/ Elektrisch isoliertes LPS
    Die Trennung wird durch isolierende Bauteile sichergestellt, etwa durch isolierte Ableitungen oder Isolierstützen
  • Attached, non-isolated LPS/ Befestigtes, nicht-getrenntes LPS
    Blitzschutzsysteme, die direkt an der baulichen Anlage angebracht sind, z. B. Ableitungen an der Außenwand

Diese Differenzierung ist insbesondere für Planung, Prüfung und Dokumentation von großer Bedeutung und erfordert fundierte Fachkenntnisse im Blitzschutz nach VDE und IEC 62305. Gleichzeitig unterstreicht eine klar strukturierte und rechtssichere organisatorische Umsetzung, wie sie etwa in unserem Beitrag zur rechtssicheren Organisation in der Elektrotechnik beschrieben wird, die Bedeutung von Verantwortlichkeiten und Nachweisen in elektrotechnischen Prozessen.

Blitzschutz richtig umsetzen und dokumentieren

Die aktuellen Entwicklungen zeigen deutlich: Blitzschutz wird fachlich anspruchsvoller, nicht einfacher. Neue Begriffe, angepasste Risikobewertungen und parallele Normstände stellen hohe Anforderungen an Betreiber, Planer und verantwortliche Fachkräfte.

R.O.E. unterstützt Unternehmen genau an dieser Schnittstelle – mit klar strukturierten Checklisten und Vorlagen für die Prüfung und die Instandhaltung von Blitzschutzanlagen. Durch die enge Verbindung von Regelwerkskenntnis und betrieblicher Praxis sorgt R.O.E. dafür, dass Blitzschutz nicht nur normgerecht, sondern auch wirtschaftlich und nachvollziehbar umgesetzt wird.

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