Neue DGUV Information 203-070
Neue DGUV Information 203-070
Die DGUV Information 203-070 richtet sich in erster Linie an zur Prüfung befähigte Personen, Elektrofachkräfte und Verantwortliche, die elektrische Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3 prüfen. Sie erläutert die praktische Umsetzung der wiederkehrenden Prüfungen und ergänzt die normativen Anforderungen der DIN VDE 0701 und DIN VDE 0702.
Die aktuelle Überarbeitung berücksichtigt die technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre. Während früher vor allem Verlängerungsleitungen, Elektrowerkzeuge oder Kaffeemaschinen geprüft wurden, gehören heute auch Netzteile, Ladegeräte, akkubetriebene Betriebsmittel sowie Ladeleitungen für Elektrofahrzeuge zum Prüfalltag.
Damit unterstützt die DGUV Information 203-070 Unternehmen dabei, die Anforderungen der DGUV Vorschrift 3 für elektrische Anlagen und Betriebsmittel sicher und normgerecht umzusetzen.
Die wichtigsten Änderungen der DGUV Information 203-070
Mit der Neufassung wurden verschiedene Begriffe, Prüfverfahren und Anwendungsbereiche an den aktuellen Stand der Technik angepasst.
Zu den wichtigsten Änderungen gehören:
- Der Begriff „Arbeitsmittel“ wurde konsequent durch „elektrisches Betriebsmittel“ ersetzt.
- Die aktuellen Vorgaben der DIN VDE 0701 und DIN VDE 0702 wurden übernommen.
- Die Messverfahren wurden neu bezeichnet:
- Direkte Methode
- Differenzstrommethode
- Alternative Methode
- Prüfgeräte mit 2-kΩ-Messwiderstand dürfen weiterhin verwendet werden, sofern mögliche Messabweichungen bei der Bewertung berücksichtigt werden.
- Die Übersicht der Mess- und Prüfgeräte wurde an die aktuelle Normenlage angepasst.
- Der Abschnitt über Betriebsmittel mit berührbaren sekundärem Spannungsausgang wurde überarbeitet.
- Neu aufgenommen wurden Anforderungen an ortsveränderliche Ladeleitungen für Elektrofahrzeuge.
Diese Änderungen sorgen für mehr Klarheit und schaffen eine einheitliche Grundlage für die Prüfpraxis.
“Wir setzen Check-it nicht nur für Protokolle, Checklisten, Arbeitsfreigaben, Logbücher, etc. ein, sondern auch zum Qualifikationsnachweis von Nachunternehmen und Mitarbeitern, zur Risikoanalyse vor Ort sowie zur Anlagen- und Datenaufnahme ein. Die Möglichkeit auch Fotos abzulegen, ist für uns sehr wichtig. Die Check-it APP ist flexibel, unterstützt unsere Anforderungen, ist jederzeit über PC, Tablet oder Handy verfügbar und erfährt bei unseren Mitarbeitenden eine wachsende Akzeptanz.”
Detlev Kapteina
Koordinator der Elektroverantwortlichen ENGIE Deutschland
In der Instandhaltung ist die App vielseitig einsetzbar. Alles wird direkt mit dem Smartphone dokumentiert und versendet – das ist wirklich sehr praktisch. Was früher auf Papier oder in Excel war, ist jetzt digital in der Hosentasche verfügbar. Das macht die Inspektionen effizienter, und unsere Mitarbeitende sind sehr froh darüber.
Johannes Brack
Head of Maintenance HARTING Technologiegruppe
„Wir nutzen die Check-it App für Sicherheitsunterweisungen externer Dienstleister. Durch das Baukastenprinzip können wir Checklisten auf unsere Bedürfnisse anpassen und sparen uns dadurch den Papierkrieg.“
Marco Issler
Gebäudemanagement & VEFK TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG
“Man kann schon sagen, dass Check-it ein „Drei-in-eins-Programm“ ist – während der Prüfung kann man Fotos hinzufügen, unterschreiben und anschließend das PDF generieren. Sobald das PDF generiert ist, ist es schreibgeschützt, und wenn man es synchronisiert, werden die Daten direkt an den Auftraggeber weitergeleitet. Es spart uns sehr viel Zeit im Vergleich dazu, alles manuell per PDF zu erledigen.”
Mehmet Tekdemir
Geschäftsführer Elektro Tekdemir
„Ich hätte nie gedacht, dass Elektrodokumentation wirklich Spaß machen könnte! R. O. E. Online hat das mit seinen Tools geschafft. Die dadurch gewonnene Zeit im Tagesgeschäft ist enorm, verbunden mit einem Gefühl von Rechtssicherheit und bestem Schutz für meiner Mitarbeiter.“
Stefan Windirsch
Teamleiter Anlagenoptimierung, Brose Fahrzeugteile
„Die einfache Bedienbarkeit, regelmäßige Aktualisierung der Inhalte und die Abrufbarkeit für die jeweiligen Tätigkeiten unserer EFKs sowie die einfache Zugriffsverwaltung haben uns überzeugt“
Ulrich Voigt,
Elektro- und Leittechnik, Germany Vattenfall Wasserkraft GmbH
“Wir müssen in unserer Firma eine Menge Checklisten und Freigaben ausfüllen und verbringen damit eine Menge Zeit. Wenn wir mit der App arbeiten, sparen wir uns diese, weil man gleich alles in der Tasche hat. Man gehst zu einer Instandhaltung, man siehst was das Problem ist… Ich fülle gleich die richtige Checkliste aus, die Freigabe zur Arbeit, hier ist sie, ich versende sie – fertig. Es ist so einfach.”
Dominik Grentz
Verantwortliche Elektrofachkraft MARS
Ich bin mit der Kommunikation und der gesamten Zusammenarbeit sehr zufrieden, die bereits nach der ersten Kontaktaufnahme super funktioniert hat. Mir wurde genug Freiraum gelassen, um die App erst einmal in Ruhe zu testen. Seitdem ich die App nutze und meinen Kunden zur Verfügung stelle, habe ich eine sehr gute Unterstützung erfahren
Manuel Trimpop,
Geschäftsführer Dielex GmbH
“Wir nutzten die Check-It App in fast allen Aspekten des Arbeitsschutzes. Die größte Anwendung findet sie in Sicherheitsbegehungen, bei Prüfprotokollen und Fremdfirmenkoordinatoren Tätigkeiten. Die Möglichkeit der Fotodokumentation steigert die Qualität jeder Begehung und erfreut sich großer Akzeptanz. Eigene Checklisten lassen sich schnell und unkompliziert anlegen."
Christian Hagemoser,
Infrastructure Services Siemens Energy Global GmbH & Co. KG
Die DGUV Vorschrift 3: Prüffristen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel richtig festlegen
Ein häufiger Irrtum besteht darin, Prüffristen pauschal aus Tabellen oder früheren Prüfprotokollen zu übernehmen. Die DGUV Information 203-070 stellt klar, dass Prüffristen für elektrische Anlagen und Betriebsmittel immer auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden müssen. Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet Arbeitgeber dazu, Art, Umfang und Fristen der Prüfungen individuell zu bestimmen.
Dabei sind unter anderem folgende Faktoren zu berücksichtigen:
- Art des elektrischen Betriebsmittels
- Betriebs- und Umgebungsbedingungen
- Beanspruchung und Nutzungshäufigkeit
- Wartungszustand
- Herstellerangaben
- Ergebnisse vorheriger Prüfungen
Die in der Durchführungsanweisung zur DGUV Vorschrift 3 genannten Prüffristen dienen daher lediglich als Orientierungshilfe und ersetzen keine individuelle Bewertung.
Neue Anforderungen für Netzteile, Ladegeräte und mobile Ladeleitungen
Mit der zunehmenden Verbreitung elektrischer Betriebsmittel mit elektronischen Komponenten wurden auch die Prüfanforderungen erweitert.
Für Netzteile und Ladegeräte mit berührbaren sekundärem Spannungsausgang können – abhängig vom Geräteaufbau – zusätzliche Messungen erforderlich sein. Hierzu zählen beispielsweise Isolationswiderstands-, Berührungsstrom- oder Ausgangsspannungsmessungen. Ziel ist es, unsichere oder nicht normgerecht konstruierte Produkte frühzeitig zu erkennen und aus dem Betrieb zu nehmen.
Neu aufgenommen wurde außerdem die Prüfung ortsveränderlicher Ladeleitungen für Elektrofahrzeuge. Hierbei ist zwischen fest installierten Ladeleitungen an Wallboxen und mobilen Ladeeinrichtungen zu unterscheiden. Mobile Ladeleitungen gelten als ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel und unterliegen der wiederkehrenden Prüfung.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Ladeeinrichtungen mit integrierter Schutz- und Steuertechnik (IC-CPD bzw. ICCB). Neben den üblichen Messungen müssen unter anderem geprüft werden:
- Schutzleiterüberwachung
- Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)
- Steuerung des Ladevorgangs
- Polarität
- Fremdspannung auf dem Schutzleiter
Je nach Hersteller können hierfür spezielle Prüfadapter oder geeignete Prüfgeräte erforderlich sein.
Warum die Bewertung der Messergebnisse weiterhin Aufgabe der befähigten Person bleibt
Auch moderne Prüfgeräte können die fachliche Bewertung nicht ersetzen. Die zur Prüfung befähigte Person muss die gemessenen Werte bewerten, Auffälligkeiten erkennen und entscheiden, ob ein elektrisches Betriebsmittel weiterhin sicher betrieben werden darf.
Automatisch erzeugte Messwerte allein reichen nicht aus. Entscheidend ist die fachkundige Beurteilung unter Berücksichtigung der jeweiligen Einsatzbedingungen und der geltenden Regelwerke. Gerade bei neuen Betriebsmitteln wie mobilen Ladeeinrichtungen gewinnt diese Bewertung zunehmend an Bedeutung.
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Die Anforderungen an die Prüfung elektrischer Betriebsmittel entwickeln sich kontinuierlich weiter. R.O.E. unterstützt Unternehmen dabei, gesetzliche Vorgaben und technische Regelwerke praxisnah umzusetzen.
Mit R.O.E. Expert stehen aktuelle Vorlagen, Arbeitsanweisungen und Dokumentationen zur Verfügung, die an neue Normen und DGUV-Regelwerke angepasst werden. Ergänzend unterstützen digitale Lösungen wie Check-it bei der rechtssicheren Durchführung und Dokumentation von Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3.
Praxislösungen



Fazit zur neuen DGUV Vorschrift 203-070
Die überarbeitete DGUV Information 203-070 schafft mehr Klarheit bei der Prüfung elektrischer Betriebsmittel und berücksichtigt aktuelle Entwicklungen wie mobile Ladeeinrichtungen oder neue Messverfahren. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Festlegung der Prüffristen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel weiterhin auf einer individuellen Gefährdungsbeurteilung basiert und die fachliche Bewertung durch eine zur Prüfung befähigte Person unverzichtbar bleibt.
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