Neue DGUV Information 203-070

Neue DGUV Information 203-070

Neue DGUV Information 203-070

Die DGUV Information 203-070 richtet sich in erster Linie an zur Prüfung befähigte Personen, Elektrofachkräfte und Verantwortliche, die elektrische Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3 prüfen. Sie erläutert die praktische Umsetzung der wiederkehrenden Prüfungen und ergänzt die normativen Anforderungen der DIN VDE 0701 und DIN VDE 0702.

Die aktuelle Überarbeitung berücksichtigt die technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre. Während früher vor allem Verlängerungsleitungen, Elektrowerkzeuge oder Kaffeemaschinen geprüft wurden, gehören heute auch Netzteile, Ladegeräte, akkubetriebene Betriebsmittel sowie Ladeleitungen für Elektrofahrzeuge zum Prüfalltag.

Damit unterstützt die DGUV Information 203-070 Unternehmen dabei, die Anforderungen der DGUV Vorschrift 3 für elektrische Anlagen und Betriebsmittel sicher und normgerecht umzusetzen.

NeueDGUV

Die wichtigsten Änderungen der DGUV Information 203-070

Mit der Neufassung wurden verschiedene Begriffe, Prüfverfahren und Anwendungsbereiche an den aktuellen Stand der Technik angepasst.

Zu den wichtigsten Änderungen gehören:

  • Der Begriff „Arbeitsmittel“ wurde konsequent durch „elektrisches Betriebsmittel“ ersetzt.
  • Die aktuellen Vorgaben der DIN VDE 0701 und DIN VDE 0702 wurden übernommen.
  • Die Messverfahren wurden neu bezeichnet:
    • Direkte Methode
    • Differenzstrommethode
    • Alternative Methode
  • Prüfgeräte mit 2-kΩ-Messwiderstand dürfen weiterhin verwendet werden, sofern mögliche Messabweichungen bei der Bewertung berücksichtigt werden.
  • Die Übersicht der Mess- und Prüfgeräte wurde an die aktuelle Normenlage angepasst.
  • Der Abschnitt über Betriebsmittel mit berührbaren sekundärem Spannungsausgang wurde überarbeitet.
  • Neu aufgenommen wurden Anforderungen an ortsveränderliche Ladeleitungen für Elektrofahrzeuge.

Diese Änderungen sorgen für mehr Klarheit und schaffen eine einheitliche Grundlage für die Prüfpraxis.

Die DGUV Vorschrift 3: Prüffristen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel richtig festlegen

Ein häufiger Irrtum besteht darin, Prüffristen pauschal aus Tabellen oder früheren Prüfprotokollen zu übernehmen. Die DGUV Information 203-070 stellt klar, dass Prüffristen für elektrische Anlagen und Betriebsmittel immer auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden müssen. Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet Arbeitgeber dazu, Art, Umfang und Fristen der Prüfungen individuell zu bestimmen.

Dabei sind unter anderem folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Art des elektrischen Betriebsmittels
  • Betriebs- und Umgebungsbedingungen
  • Beanspruchung und Nutzungshäufigkeit
  • Wartungszustand
  • Herstellerangaben
  • Ergebnisse vorheriger Prüfungen

Die in der Durchführungsanweisung zur DGUV Vorschrift 3 genannten Prüffristen dienen daher lediglich als Orientierungshilfe und ersetzen keine individuelle Bewertung.

Neue Anforderungen für Netzteile, Ladegeräte und mobile Ladeleitungen 

Mit der zunehmenden Verbreitung elektrischer Betriebsmittel mit elektronischen Komponenten wurden auch die Prüfanforderungen erweitert.

Für Netzteile und Ladegeräte mit berührbaren sekundärem Spannungsausgang können – abhängig vom Geräteaufbau – zusätzliche Messungen erforderlich sein. Hierzu zählen beispielsweise Isolationswiderstands-, Berührungsstrom- oder Ausgangsspannungsmessungen. Ziel ist es, unsichere oder nicht normgerecht konstruierte Produkte frühzeitig zu erkennen und aus dem Betrieb zu nehmen.

Neu aufgenommen wurde außerdem die Prüfung ortsveränderlicher Ladeleitungen für Elektrofahrzeuge. Hierbei ist zwischen fest installierten Ladeleitungen an Wallboxen und mobilen Ladeeinrichtungen zu unterscheiden. Mobile Ladeleitungen gelten als ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel und unterliegen der wiederkehrenden Prüfung.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Ladeeinrichtungen mit integrierter Schutz- und Steuertechnik (IC-CPD bzw. ICCB). Neben den üblichen Messungen müssen unter anderem geprüft werden:

Je nach Hersteller können hierfür spezielle Prüfadapter oder geeignete Prüfgeräte erforderlich sein.

Warum die Bewertung der Messergebnisse weiterhin Aufgabe der befähigten Person bleibt

Auch moderne Prüfgeräte können die fachliche Bewertung nicht ersetzen. Die zur Prüfung befähigte Person muss die gemessenen Werte bewerten, Auffälligkeiten erkennen und entscheiden, ob ein elektrisches Betriebsmittel weiterhin sicher betrieben werden darf.

Automatisch erzeugte Messwerte allein reichen nicht aus. Entscheidend ist die fachkundige Beurteilung unter Berücksichtigung der jeweiligen Einsatzbedingungen und der geltenden Regelwerke. Gerade bei neuen Betriebsmitteln wie mobilen Ladeeinrichtungen gewinnt diese Bewertung zunehmend an Bedeutung.

Unsere Produkte

Sie machen Ihren Job. Wir den Rest.

Unsere Produkte werden von Sachverständigen mitentwickelt, haben sich in der Praxis bewährt und werden kontinuierlich gemeinsam mit unseren Kunden weiterentwickelt. Verlassen Sie sich auf Qualität, die hält, was sie verspricht – für optimale Ergebnisse in jeder Situation!

Expert Produkt Section x

 ROE ExpertROE Expert

Das Online-Portal, um Ihre Elektrotechnik einfach und sicher zu organisieren

Check it Produkt Section x

ROE Check it  ROE Check it

Die digitale Lösung für Ihre Checklisten, Protokolle und Datenerfassung

Instructor web Produkt Section x

 ROE Instructor webROE Instructor web

Die E-Learning-Plattform mit vorgefertigten Inhalten für Ihre Unterweisungen

R.O.E. unterstützt Unternehmen bei der normgerechten Umsetzung

Die Anforderungen an die Prüfung elektrischer Betriebsmittel entwickeln sich kontinuierlich weiter. R.O.E. unterstützt Unternehmen dabei, gesetzliche Vorgaben und technische Regelwerke praxisnah umzusetzen.
Mit R.O.E. Expert stehen aktuelle Vorlagen, Arbeitsanweisungen und Dokumentationen zur Verfügung, die an neue Normen und DGUV-Regelwerke angepasst werden. Ergänzend unterstützen digitale Lösungen wie Check-it bei der rechtssicheren Durchführung und Dokumentation von Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3.

Praxislösungen

No results found.

Fazit zur neuen DGUV Vorschrift 203-070

Die überarbeitete DGUV Information 203-070 schafft mehr Klarheit bei der Prüfung elektrischer Betriebsmittel und berücksichtigt aktuelle Entwicklungen wie mobile Ladeeinrichtungen oder neue Messverfahren. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Festlegung der Prüffristen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel weiterhin auf einer individuellen Gefährdungsbeurteilung basiert und die fachliche Bewertung durch eine zur Prüfung befähigte Person unverzichtbar bleibt.

RCDvomTypAC
Email icon

Jetzt kontaktieren

Ähnliche Beiträge

Keine Ergebnisse
VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105: Wichtige Änderungen für die Praxis

VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105: Wichtige Änderungen für die Praxis

VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105: Wichtige Änderungen für die Praxis

Im Frühjahr 2026 wurden sowohl die VDE-AR-N 4100 als auch die VDE-AR-N 4105 in vollständig überarbeiteten Fassungen veröffentlicht. Die VDE-AR-N 4100:2026-04 regelt weiterhin den Anschluss und Betrieb von Kundenanlagen am Niederspannungsnetz (TAR Niederspannung), während die VDE-AR-N 4105:2026-03 die Anforderungen für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (TAR Erzeugungsanlagen) definiert.

Die Aktualisierungen tragen den Entwicklungen der Energiewende Rechnung. Insbesondere die zunehmende Verbreitung von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern, Wärmepumpen, Energiemanagementsystemen und Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge machte eine Anpassung der bestehenden Regelwerke erforderlich.

Für Elektrofachkräfte, Planer, Anlagenerrichter und Betreiber ergeben sich daraus neue technische und organisatorische Anforderungen.

VDE AR N BildausPraxis

Was hat sich bei der VDE-AR-N 4100 im April 2026 geändert?

Die neue VDE-AR-N 4100:2026-04 reagiert insbesondere auf die zunehmende Elektrifizierung von Gebäuden und die Anforderungen an moderne Energieversorgungssysteme.

Bereits die Vorgängerversion aus dem Jahr 2019 schuf die Grundlage für intelligente Messsysteme und Smart-Meter-Gateways. Die aktuelle Überarbeitung konzentriert sich nun stärker auf die praktische Integration zusätzlicher Komponenten im Zählerplatz und die Anforderungen an steuerbare Verbrauchseinrichtungen.

Die wichtigsten Änderungen der VDE-AR-N 4100 im Überblick

  • Erweiterung der Vorgaben für Netzanschlussportale
  • Neue Darstellung anmelde- und zustimmungspflichtiger Vorgänge
  • Berücksichtigung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG
  • Hinweise zur Errichtung mehrerer Netzanschlüsse in Gebäuden und auf Grundstücken
  • Überführung der Anforderungen zur Messwerterfassung im Vorzählerbereich
  • Neue Anordnungsmöglichkeiten zusätzlicher Verteilerfelder im Zählerplatz
  • Integration von Wandleranlagen bis 1.000 A
  • Zusätzliche Einbauräume für Kommunikationsmodule, Steuergeräte und Energiemanagementsysteme (EMS)
  • Übertragung der Anforderungen an den EnFluRi in die VDE-AR-N 4105

Besonders relevant ist die stärkere Berücksichtigung moderner Energiemanagementsysteme, die künftig eine zentrale Rolle bei der netzdienlichen Steuerung von Verbrauchern und Erzeugern übernehmen.

Unsere Produkte

Sie machen Ihren Job. Wir den Rest.

Unsere Produkte werden von Sachverständigen mitentwickelt, haben sich in der Praxis bewährt und werden kontinuierlich gemeinsam mit unseren Kunden weiterentwickelt. Verlassen Sie sich auf Qualität, die hält, was sie verspricht – für optimale Ergebnisse in jeder Situation!

Expert Produkt Section x

 ROE ExpertROE Expert

Das Online-Portal, um Ihre Elektrotechnik einfach und sicher zu organisieren

Check it Produkt Section x

ROE Check it  ROE Check it

Die digitale Lösung für Ihre Checklisten, Protokolle und Datenerfassung

Instructor web Produkt Section x

 ROE Instructor webROE Instructor web

Die E-Learning-Plattform mit vorgefertigten Inhalten für Ihre Unterweisungen

Welche Neuerungen bringt die VDE-AR-N 4105 vom März 2026?

Auch die VDE-AR-N 4105:2026-03 wurde umfassend überarbeitet. Die Anwendungsregel betrifft insbesondere Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Blockheizkraftwerke und weitere dezentrale Erzeugungsanlagen.

Ziel der Überarbeitung war es, den Netzanschlussprozess zu vereinfachen, bürokratische Hürden abzubauen und gleichzeitig die Netzstabilität bei steigender Einspeisung erneuerbarer Energien sicherzustellen.

Die wichtigsten Änderungen der VDE-AR-N 4105 im Überblick

  • Vereinfachter Anschluss- und Nachweisprozess für Anlagen zwischen 135 kW und 500 kW
  • Vereinfachte technische Anforderungen für Erzeugungsanlagen und Speicher bis 800 VA
  • Einführung des PAV,E-Schutzes
  • Erweiterung der PAV,E-Überwachung bis zur Nulleinspeisung
  • Q(U) als Standardverfahren für die Blindleistungsregelung
  • Erweiterte Anforderungen an systemstützende Eigenschaften wie RoCoF und P(f)
  • Neue Varianten für den Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz)
  • Anforderungen an rückspeisefähige Ladeeinrichtungen und bidirektionales Laden
  • Vereinfachte Anschlussformulare und reduzierter Datenumfang
  • Aktualisierte Beispiele für Zählerplatzkonfigurationen
  • Einführung von Anlagenzertifikaten für größere Erzeugungsanlagen

Besonders interessant für Betreiber von Photovoltaikanlagen ist die neue Möglichkeit, Anlagen bis 500 kW künftig einfacher nach VDE-AR-N 4105 anzuschließen und nachzuweisen.

Was regeln VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105 grundsätzlich?

  • Die VDE-AR-N 4100 definiert die technischen Anforderungen für den Anschluss von Kundenanlagen an das Niederspannungsnetz.

    Hierzu gehören unter anderem:

    • Hausanschlüsse
    • Zählerplätze
    • Netzanschlusspunkte
    • Kundenanlagen
    • Schutzmaßnahmen
    • Steuerbare Verbrauchseinrichtungen

    Die VDE-AR-N 4105 ergänzt diese Vorgaben für Erzeugungsanlagen wie:

    • Photovoltaikanlagen
    • Batteriespeicher
    • Blockheizkraftwerke
    • Kleinwindanlagen
    • Rückspeisefähige Ladeeinrichtungen

    Gemeinsam bilden beide Regelwerke die technische Grundlage für einen sicheren und normgerechten Betrieb moderner Energieanlagen am Niederspannungsnetz.

Praxislösungen

No results found.

Welche Auswirkungen haben die Änderungen auf Elektrofachkräfte und Anlagenbetreiber? 

Die neuen Fassungen der VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105 wirken sich unmittelbar auf Planung, Errichtung und Betrieb elektrischer Anlagen aus.

Unternehmen sollten insbesondere prüfen:

  • Sind bestehende Zählerplatzkonzepte noch normkonform?
  • Werden die Anforderungen aus § 14a EnWG berücksichtigt?
  • Entsprechen bestehende Netzschutzkonzepte den neuen Vorgaben?
  • Müssen Formulare oder Dokumentationen angepasst werden?
  • Sind Schulungsmaßnahmen für Elektrofachkräfte erforderlich?

Gerade Betreiber größerer Photovoltaikanlagen und Speicher profitieren von den vereinfachten Anschluss- und Nachweisverfahren, müssen jedoch gleichzeitig die erweiterten Anforderungen an Netzstützung und Schutzkonzepte beachten.

ROE Praxislösungen AbnahmePVAnlage Mockup

R.O.E. unterstützt bei der Umsetzung aktueller Regelwerke 

Die Anforderungen der VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105 werden zunehmend komplexer. Neben den technischen Vorgaben gewinnen auch organisatorische Aspekte wie Betreiberverantwortung, Gefährdungsbeurteilungen und die Qualifikation von Elektrofachkräften an Bedeutung.

R.O.E. unterstützt Unternehmen bei der rechtssicheren Umsetzung aktueller Normen und Anwendungsregeln. Dazu gehören unter anderem:

  • Aufbau rechtssicherer Organisationsstrukturen
  • Unterstützung bei Gefährdungsbeurteilungen
  • Schulung von Elektrofachkräften und Verantwortlichen
  • Bewertung neuer normativer Anforderungen
  • Entwicklung praxisgerechter Lösungen für den sicheren Betrieb elektrischer Anlagen

Fazit zu den Neuerungen

Mit den neuen Fassungen der VDE-AR-N 4100:2026-04 und VDE-AR-N 4105:2026-03 wurden die technischen Anschlussregeln umfassend modernisiert. Die Änderungen schaffen die Grundlage für die weitere Integration von Photovoltaik, Batteriespeichern, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur in das Niederspannungsnetz. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Planung, Dokumentation und elektrotechnische Organisation.

Unternehmen sollten die Neuerungen frühzeitig bewerten und bestehende Prozesse anpassen, um auch zukünftig normkonform und sicher arbeiten zu können.

Email icon

Jetzt kontaktieren

Ähnliche Beiträge

Keine Ergebnisse
Worauf muss beim Einsatz von Zeitschaltuhren geachtet werden?

Worauf muss beim Einsatz von Zeitschaltuhren geachtet werden?

Worauf muss beim Einsatz von Zeitschaltuhren geachtet werden?

Zeitschaltuhren werden in Betrieben häufig eingesetzt, um elektrische Verbraucher zeitgesteuert ein- und auszuschalten. Typische Anwendungsbereiche sind Beleuchtungsanlagen, Heizsysteme, Lüftungsanlagen, Pumpen, Werbeanlagen oder Ladeeinrichtungen. Der Einsatz kann zur Energieeinsparung, zur Automatisierung von Prozessen und zur Verbesserung der Betriebssicherheit beitragen.

Damit eine Zeitschaltuhr sicher betrieben werden kann, müssen jedoch sowohl die technischen Eigenschaften der Zeitschaltuhr als auch die Anforderungen des Arbeitsschutzes berücksichtigt werden.

ROE Zeitschaltuhren

Richtige Auswahl von Zeitschaltuhren

Bei der Auswahl einer Zeitschaltuhr ist insbesondere auf die zulässige Schaltleistung zu achten. Die auf dem Gerät angegebene Belastbarkeit unterscheidet häufig zwischen verschiedenen Lastarten.

Beispiel

Kenndaten der Zeitschaltuhr: 16 (2) A / 250 V

Bedeutung:

  • 16 A (ca. 4.000 W) bei ohmscher Last
  • 2 A (ca. 500 W) bei induktiver Last

Zu den ohmschen Lasten gehören beispielsweise:

  • Heizgeräte
  • Glühlampen
  • Heizlüfter
  • Warmwasserbereiter

Zu den induktiven Lasten zählen unter anderem:

  • Elektromotoren
  • Pumpen
  • Ventilatoren
  • Kompressoren
  • Schütze und Relais

Gerade induktive Lasten erzeugen beim Schalten hohe Einschaltströme und können die Kontakte einer Zeitschaltuhr deutlich stärker beanspruchen als reine Widerstandslasten.

Warum ist die Lastart entscheidend? 

Eine Zeitschaltuhr, die für eine Heizplatte problemlos geeignet ist, kann bei einem Motor bereits überlastet werden. Die Folge können überhitzte Kontakte, Schaltfehler oder im schlimmsten Fall ein Geräteausfall sein.

Vor dem Einsatz sollte daher immer geprüft werden:

  • Welche Last wird geschaltet?
  • Wie hoch ist die Leistungsaufnahme?
  • Handelt es sich um eine ohmsche, induktive oder kapazitive Last?
  • Ist die Zeitschaltuhr für den Dauerbetrieb geeignet?

Im Zweifel sollte eine Elektrofachkraft die Auswahl beurteilen oder eine Schaltlösung über ein geeignetes Schütz vorsehen.


Brandgefahr durch Zeitschaltuhren – ein oft unterschätztes Risiko 

Eine häufig unterschätzte Gefahr ist die mögliche Brandgefahr durch eine Zeitschaltuhr. Insbesondere dann, wenn die Zeitschaltuhr nicht für die angeschlossene Last ausgelegt ist oder über längere Zeit nahe ihrer Belastungsgrenze betrieben wird.

Werden beispielsweise Motoren, Heizgeräte oder andere leistungsstarke Verbraucher über eine ungeeignete Zeitschaltuhr geschaltet, können die internen Kontakte überhitzen. Die Folge können verschmorte Steckverbindungen, beschädigte Gehäuse oder im schlimmsten Fall ein Brandereignis sein.

Besondere Aufmerksamkeit ist erforderlich bei:

  • älteren oder beschädigten Zeitschaltuhren,
  • dauerhaft hohen Lasten,
  • induktiven Verbrauchern wie Pumpen oder Lüftern,
  • Mehrfachsteckdosen in Kombination mit Zeitschaltuhren,
  • erhöhter Umgebungstemperatur oder schlechter Belüftung.

Um die Brandgefahr einer Zeitschaltuhr zu minimieren, sollten ausschließlich qualitativ hochwertige Geräte verwendet und die Herstellerangaben zur maximal zulässigen Schaltleistung beachtet werden. Zudem empfiehlt es sich, Zeitschaltuhren regelmäßig im Rahmen der Sichtprüfung auf Verfärbungen, Beschädigungen oder Anzeichen von Überhitzung zu kontrollieren.

Insbesondere in gewerblichen und industriellen Bereichen sollte die Auswahl der Zeitschaltuhr durch eine Elektrofachkraft erfolgen, wenn größere Lasten oder sicherheitsrelevante Anlagen geschaltet werden.

Zeitschaltuhren als elektrische Arbeitsmittel 

Unabhängig von ihrer Verwendung gelten Zeitschaltuhren als elektrische Arbeitsmittel. Sie unterliegen damit den Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) sowie den Vorgaben der DGUV Vorschrift 3.

Der Arbeitgeber hat im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen, ob und in welchen Intervallen eine Prüfung erforderlich ist.

Wie bei allen elektrischen Arbeitsmitteln sollten Beschäftigte vor der Verwendung eine kurze Sichtprüfung durchführen.

Dabei ist insbesondere zu achten auf:

  • Beschädigungen am Gehäuse
  • Defekte Steckkontakte
  • Fehlende oder beschädigte Prüfplaketten
  • Auffällige Erwärmung
  • Veränderungen an Leitungen oder Steckverbindungen

Praxislösungen

Keine Ergebnisse

Was tun bei festgestellten Mängeln? 

Werden bei der Sichtprüfung Mängel festgestellt, dürfen diese nicht ignoriert werden. Auffälligkeiten sind umgehend dem zuständigen Fachbereich oder der verantwortlichen Elektrofachkraft zu melden.

Eine weitere Verwendung darf erst erfolgen, wenn eine zur Prüfung befähigte Person die sichere Nutzung bestätigt hat. Defekte Zeitschaltuhren sind unverzüglich aus dem Betrieb zu nehmen.

Fazit zum Einsatz von Zeitschaltuhren

Zeitschaltuhren sind praktische Hilfsmittel zur Automatisierung betrieblicher Abläufe. Für einen sicheren Einsatz ist jedoch entscheidend, dass die Zeitschaltuhr für die angeschlossene Last geeignet ist und die zulässigen Schaltleistungen nicht überschritten werden. Da Zeitschaltuhren elektrische Arbeitsmittel sind, müssen sie regelmäßig geprüft, vor der Benutzung kontrolliert und bei Mängeln sofort außer Betrieb genommen werden.

Uhr Zeitschalt

Unsere Produkte

Sie machen Ihren Job. Wir den Rest.

Unsere Produkte werden von Sachverständigen mitentwickelt, haben sich in der Praxis bewährt und werden kontinuierlich gemeinsam mit unseren Kunden weiterentwickelt. Verlassen Sie sich auf Qualität, die hält, was sie verspricht – für optimale Ergebnisse in jeder Situation!

Expert Produkt Section x

 ROE ExpertROE Expert

Das Online-Portal, um Ihre Elektrotechnik einfach und sicher zu organisieren

Check it Produkt Section x

ROE Check it  ROE Check it

Die digitale Lösung für Ihre Checklisten, Protokolle und Datenerfassung

Instructor web Produkt Section x

 ROE Instructor webROE Instructor web

Die E-Learning-Plattform mit vorgefertigten Inhalten für Ihre Unterweisungen

Email icon

Jetzt kontaktieren

Ähnliche Beiträge

Keine Ergebnisse
Online Unterweisung im Arbeitsschutz

Online Unterweisung im Arbeitsschutz

Online Unterweisung im Arbeitsschutz

Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie haben Online Unterweisungen und digitale Schulungsformate stark an Bedeutung gewonnen. Durch den zeitweisen Wegfall von Präsenzveranstaltungen waren Online-Schulungen und E-Learning-Module oft die einzige Möglichkeit, Schulungen weiterhin durchzuführen.

Heute sind sie ein fester Bestandteil moderner Weiterbildung – insbesondere im Bereich der Online-Arbeitsschutzunterweisung.

ROE Praxisfragen E LearningElektor Mockup

Was ist eine Online Unterweisung?

Eine Online Unterweisung ist eine digitale Schulung, bei der Inhalte über E-Learning-Systeme vermittelt werden.
Im Bereich Arbeitsschutz spricht man häufig von Online-Sicherheitsunterweisung oder Online-Unterweisung im Arbeitsschutz.

Diese Form der Schulung ermöglicht es, grundlegende Inhalte orts- und zeitunabhängig zu vermitteln.

Vorteile von Online Unterweisungen (E-Learning)

Die Online Sicherheitsunterweisung bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter:

1. Hohe Flexibilität

Teilnehmer können die Online-Unterweisung jederzeit durchführen – unabhängig von festen Terminen.

2. Zeit- und Kostenersparnis

Durch den Wegfall der Anreise zum Seminarort und Hotelübernachtungen reduzieren sich die organisatorischen Aufwände.

3. Effiziente Wissensvermittlung

E-Learning in der Arbeitssicherheit ermöglicht es, Inhalte strukturiert zu vermitteln und durch Lernerfolgskontrollen abzuschließen. Gerade bei Themen wie der Arbeitsschutz- oder Brandschutzunterweisung können Inhalte standardisiert bereitgestellt werden.

Nachteile von Online Unterweisungen

Neben den Vorteilen gibt es auch Einschränkungen bei den Onlineseminaren:

1. Eingeschränkter Austausch

Der direkte kommunikative Austausch zwischen Teilnehmern und Dozenten ist stark reduziert.

2. Fehlende Gruppendynamik

Die Motivation und Interaktion innerhalb einer Gruppe ist geringer als bei Präsenzveranstaltungen.

3. Hohe Anforderungen an Selbstdisziplin

Teilnehmer müssen eigenständig und konzentriert arbeiten.

4. Technische Voraussetzungen

Eine funktionierende technische Infrastruktur ist notwendig. Zudem müssen alle Beteiligten mit den eingesetzten Tools umgehen können.

5. Keine praktische Anwendung

Ein wesentlicher Nachteil vom E-Learning in der Arbeitssicherheit ist, dass praktische Übungen („Learning by Doing“) nicht möglich sind.

Online Unterweisung vs. persönliche Unterweisung

Die Berufsgenossenschaften stellen klar:
Bei der Wissensvermittlung ist zwischen Schulung und Unterweisung zu unterscheiden. Gemäß § 12 Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, seine Beschäftigten arbeitsplatzbezogen zu unterweisen.

Das bedeutet:

  • Inhalte müssen auf die konkrete Tätigkeit abgestimmt sein
  • Gefährdungen müssen individuell erläutert werden
  • Verhalten am Arbeitsplatz muss konkret vermittelt werden

Diese Anforderungen erfüllt in der Regel nur eine persönliche und mündliche Unterweisung.

Die Rolle von E-Learning in der Arbeitssicherheit

Eine Online-Unterweisung im Arbeitsschutz kann daher:

  • allgemeine Inhalte vermitteln
  • in Themen einführen
  • Wissen vorbereiten

Sie ersetzt jedoch nicht vollständig die persönliche Unterweisung.

Die Online-Sicherheitsunterweisung dient vor allem als Vorbereitung, um die anschließende Unterweisung effizienter zu gestalten.

Praxislösungen

No results found.

Anforderungen an eine rechtssichere Unterweisung

Eine wirksame Unterweisung muss:

Die Inhalte müssen an die jeweilige Gefährdungssituation angepasst werden. Der Arbeitgeber bzw. Vorgesetzte ist verpflichtet zu prüfen, ob die Inhalte der Unterweisung tatsächlich verstanden wurden.

Dies kann erfolgen durch:

  • Verständnisfragen
  • praktische Demonstrationen
  • direkte Rückmeldungen

Ein reiner Test innerhalb einer Online-Unterweisung ist in der Regel nicht ausreichend, da dieser mehrfach wiederholt werden kann und keinen sicheren Nachweis über das Verständnis liefert.

ROE Praxisfragen OnlineUnterweisung DokumentationUnterweisung

Dokumentation der Unterweisung

Die Unterweisung muss dokumentiert werden durch:

  • Unterschrift des Unterweisenden
  • Unterschrift der unterwiesenen Mitarbeiter

Der Vorgesetzte muss sicherstellen, dass keine Unklarheiten mehr bestehen, bevor die Unterweisung abgeschlossen wird.

Fazit: Online Unterweisung sinnvoll kombinieren

Die Online Unterweisung im Arbeitsschutz ist ein wertvolles Instrument zur Wissensvermittlung.

In Kombination mit einer persönlichen Unterweisung bietet sie:

  • effiziente Vorbereitung
  • strukturierte Inhalte
  • bessere Zeitnutzung

Die Kombination aus E-Learning in der Arbeitssicherheit und persönlicher Unterweisung sorgt für nachhaltige Sicherheit im Unternehmen.

Email icon

Jetzt kontaktieren

Ähnliche Beiträge

Keine Ergebnisse
Abnahme PV Anlage – Abnahmeprotokoll im Überblick

Abnahme PV Anlage – Abnahmeprotokoll im Überblick

Abnahme PV Anlage – Abnahmeprotokoll im Überblick

Die Installation einer Photovoltaikanlage ist eine langfristige Investition in erneuerbare Energie und Versorgungssicherheit. Damit die Anlage zuverlässig und sicher betrieben werden kann, ist eine fachgerechte PV Abnahme unerlässlich. Eine strukturierte Anlagenabnahme stellt sicher, dass alle Komponenten korrekt installiert und geprüft wurden.

pv anlage

Was ist mit der Abnahme einer PV Anlage gemeint?

Die Abnahme einer PV Anlage ist die abschließende Prüfung einer Photovoltaikanlage nach der Installation.

Dabei wird überprüft, ob die Anlage:

  • fachgerecht installiert wurde
  • den geltenden Normen entspricht
  • sicher betrieben werden kann

Die PV-Abnahme wird in der Regel von qualifizierten Fachleuten durchgeführt, wie Elektroingenieuren oder Sachverständigen.
Diese verfügen über das notwendige Know-how, um eine vollständige und normgerechte Anlagenabnahme sicherzustellen.

Ablauf einer PV-Abnahme

Die Abnahme einer PV Anlage erfolgt durch eine systematische Überprüfung aller relevanten Komponenten.

Typische Prüfpunkte sind:

  • elektrische Verbindungen
  • Sicherheitseinrichtungen
  • Gesamtfunktionalität der Anlage

Die PV Abnahme findet in der Regel nach Abschluss der Installation statt. Der genaue Zeitpunkt wird zwischen Errichter der Anlage und Betreiber abgestimmt und orientiert sich an den geltenden Vorschriften.
Der Umfang und die Vorgehensweise der Erstprüfung elektrischer Anlagen sind in der VDE 0100-600 festgelegt.

In diesem Zusammenhang ist auch der äußere Blitzschutz der Anlage zu überprüfen, um die Sicherheit der gesamten Installation zu gewährleisten.

Darüber hinaus gelten für die PV Abnahme spezielle Anforderungen, die in der Norm DIN EN 62446-1 (VDE 0126-23-1) beschrieben sind. Diese Norm definiert die Mindestanforderungen an:

  • Systemdokumentation
  • Inbetriebnahmeprüfung und
  • wiederkehrende Prüfungen

Unsere Produkte

Sie machen Ihren Job. Wir den Rest.

Unsere Produkte werden von Sachverständigen mitentwickelt, haben sich in der Praxis bewährt und werden kontinuierlich gemeinsam mit unseren Kunden weiterentwickelt. Verlassen Sie sich auf Qualität, die hält, was sie verspricht – für optimale Ergebnisse in jeder Situation!

Expert Produkt Section x

 ROE ExpertROE Expert

Das Online-Portal, um Ihre Elektrotechnik einfach und sicher zu organisieren

Check it Produkt Section x

ROE Check it  ROE Check it

Die digitale Lösung für Ihre Checklisten, Protokolle und Datenerfassung

Instructor web Produkt Section x

 ROE Instructor webROE Instructor web

Die E-Learning-Plattform mit vorgefertigten Inhalten für Ihre Unterweisungen

Abnahmeprotokoll PV Anlage – Inhalte und Bedeutung

Im Rahmen der Anlagenabnahme müssen verschiedene Prüfungen durchgeführt werden, um die Sicherheit und Funktionalität der Photovoltaikanlage sicherzustellen. 

 Sichtprüfung der PV Anlage

Eine vollständige Sichtprüfung umfasst:

  • Aufbau der Anlage
  • Kabelführung
  • Befestigung der mechanischen Konstruktion
  • elektrische Anschlüsse
  • Kabelverlegungen

Das Abnahmeprotokoll dient als Nachweis dafür, dass die Anlage ordnungsgemäß geprüft und betriebsbereit ist. Die Sichtprüfung ist ein zentraler Bestandteil jeder Abnahme PV Anlage.

Messtechnische Prüfung

Zusätzlich erfolgt eine umfassende messtechnische Überprüfung unter Berücksichtigung folgender Punkte:

  • Messung der Leerlaufspannung vor Anschluss des Wechselrichters
  • Prüfung der Polarität und Abgleich mit Gerätedaten
  • Durchführung einer Isolationsmessung gemäß Norm
  • Messung des Kurzschlussstroms aller Stränge

Diese Messungen sind entscheidend für die sichere Inbetriebnahme und werden im Abnahmeprotokoll PV Anlage dokumentiert.

Funktionsprüfung

Im Rahmen der PV Abnahme werden außerdem Funktionsprüfungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass alle Komponenten ordnungsgemäß arbeiten.

Thermografische Prüfung als Ergänzung

Zusätzlich kann eine Untersuchung mittels Thermografiekamera durchgeführt werden.

Diese ermöglicht das frühzeitige Erkennen von:

  • kurzgeschlossenen Zellen
  • Lötfehlern
  • Rissen mit Wärmeentwicklung
  • fehlerhaften elektrischen Verbindungen

Solche Wärmequellen können potenzielle Brandrisiken darstellen und sind daher ein wichtiger Bestandteil einer erweiterten Anlagenabnahme.

Dokumentation und Abnahmeprotokoll einer PV-Anlage

Nach erfolgreicher Abnahme einer PV Anlage ist eine vollständige Dokumentation an den Betreiber zu übergeben.

Diese umfasst:

  • Planungsunterlagen

  • Gerätedokumentationen

  • alle Messprotokolle

  • Ergebnisse der Prüfungen

Das Abnahmeprotokoll dient als zentraler Nachweis für die ordnungsgemäße Durchführung der PV-Abnahme und dokumentiert den Zustand der Anlage zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme.

Kosten der Abnahme einer PV Anlage

Die Kosten für die Abnahme einer PV Anlage können variieren.
Sie hängen unter anderem ab von:

  • Umfang der Anlage
  • Komplexität der Installation
  • eingesetzten Prüfer oder Sachverständigen

In der Regel werden die Kosten durch qualifizierte Fachleute bestimmt, die eine vollständige und fachgerechte Prüfung durchführen.

Verwendete ROE Check it Bausteine

Mehrfache Auswahl

Mehrfache Auswahl

Geben Sie dem Nutzer mehrere Optionen, von denen er mehrere auswählen kann. Anwendungsfall: welche PSA kommt zum ...
Datum / Uhrzeit

Datum / Uhrzeit

Bausteine zur Eingabe von Uhrzeit und / oder Datum. Anwendungsfall: “Geben Sie den Zeitpunkt der Prüfung an.”
Unterschrift

Unterschrift

Der Nutzer wird aufgefordert, zu unterschreiben. Die Unterschrift wird dabei digital signiert.
No results found.

Warum ist die digitale PV Abnahme sinnvoll?

Die digitale Durchführung der Anlage Abnahme bietet klare Vorteile:

  • effiziente und strukturierte Datenerfassung
  • automatisierte Erstellung des Abnahmeprotokolls
  • lückenlose Dokumentation mit sofortiger Verfügbarkeit der Daten
  • höhere Transparenz und Nachvollziehbarkeit
  • einfache Weitergabe an Kunden und Beteiligte

Durch die Digitalisierung der PV-Abnahme lassen sich Prozesse optimieren und Fehler vermeiden.

Fazit: PV Abnahme als entscheidender Schritt 

Die Abnahme der PV-Anlage ist ein zentraler Bestandteil jedes Photovoltaik-Projekts. Nur durch eine strukturierte Anlagenabnahme und ein vollständiges Abnahmeprotokoll der PV-Anlage kann sichergestellt werden, dass die Anlage sicher, effizient und normgerecht betrieben wird.

ROE Praxislösungen AbnahmePVAnlage Mockup
Email icon

Jetzt kontaktieren

Isolationsmessung oder Differenzstromüberwachung?

Isolationsmessung oder Differenzstromüberwachung?

Isolationsmessung oder Differenzstromüberwachung?

Die regelmäßige Prüfung elektrischer Maschinen und Anlagen ist ein zentraler Bestandteil der betrieblichen Elektrosicherheit. Dabei stellt sich in der Praxis immer häufiger die Frage, ob eine Differenzstromüberwachung die klassische Isolationsmessung ersetzen kann und welche Grenzwerte dabei zu berücksichtigen sind.

Insbesondere im industriellen Umfeld gewinnen kontinuierliche Überwachungssysteme zunehmend an Bedeutung, da sie Fehler frühzeitig erkennen und ungeplante Anlagenstillstände vermeiden können. Dennoch bleibt die fachgerechte Bewertung durch Elektrofachkräfte und befähigte Personen unverzichtbar.

Pexels fatihyurtman

Wiederkehrende Prüfungen nach DIN VDE 0105

Die wiederkehrende Prüfung elektrischer Maschinen fällt in den Anwendungsbereich der DIN VDE 0105-100/A1. Die häufig ebenfalls genannte Maschinen-Norm DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1) beschreibt dagegen primär Anforderungen an Herstellung und Erstprüfung von Maschinen. Der spätere Betrieb und die wiederkehrende Prüfung werden dort nicht geregelt.

Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verpflichtet Unternehmen dazu, auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung:

  • Prüffristen,
  • Prüfumfang,
  • geeignete Prüfverfahren
  • und notwendige Schutzmaßnahmen festzulegen.

Die technische Konkretisierung erfolgt anschließend über die TRBS 1201 sowie die DIN VDE 0105-100. Ziel ist es, den sicheren Sollzustand elektrischer Anlagen dauerhaft zu erhalten.

Isolationsmessung – Grenzwerte und Bedeutung

Die Isolationsmessung gehört zu den wichtigsten Verfahren zur Prüfung elektrischer Anlagen und Maschinen. Dabei wird überprüft, ob Isolierungen ausreichend hohen Widerstand gegenüber Erde oder aktiven Leitern aufweisen.

Gerade die Messung der ISO Grenzwerte sind entscheidend, um gefährliche Isolationsfehler frühzeitig zu erkennen. Zu geringe Isolationswerte können auf folgende Problematiken hinweisen:

  • beschädigte Leitungen,
  • Feuchtigkeit,
  • Alterungsprozesse,
  • Verschmutzungen
  • oder thermische Belastungen.

Die konkreten Grenzwerte müssen stets fachgerecht bewertet werden und hängen ab von:

  • Nennspannung,
  • Anlagenart,
  • Betriebsmitteln
  • und normativen Vorgaben.

Unsere Produkte

Sie machen Ihren Job. Wir den Rest.

Unsere Produkte werden von Sachverständigen mitentwickelt, haben sich in der Praxis bewährt und werden kontinuierlich gemeinsam mit unseren Kunden weiterentwickelt. Verlassen Sie sich auf Qualität, die hält, was sie verspricht – für optimale Ergebnisse in jeder Situation!

Expert Produkt Section x

 ROE ExpertROE Expert

Das Online-Portal, um Ihre Elektrotechnik einfach und sicher zu organisieren

Check it Produkt Section x

ROE Check it  ROE Check it

Die digitale Lösung für Ihre Checklisten, Protokolle und Datenerfassung

Instructor web Produkt Section x

 ROE Instructor webROE Instructor web

Die E-Learning-Plattform mit vorgefertigten Inhalten für Ihre Unterweisungen

Voraussetzungen für eine Differenzstromüberwachung

Damit eine Differenzstromüberwachung anstelle wiederkehrender Isolationsmessungen eingesetzt werden kann, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein:

Kontinuierliches Monitoring

Die Überwachung muss dauerhaft aktiv sein. Beim Überschreiten definierter Grenzwerte muss unmittelbar eine Meldung erfolgen.

Bewertung durch Elektrofachkräfte

Die Meldungen dürfen nicht automatisiert ignoriert werden. Eine Elektrofachkraft oder befähigte Person muss die Situation bewerten und geeignete Maßnahmen einleiten.

Erstmalige Isolationsmessung bleibt Pflicht

Wichtig: Auch bei vorhandener Differenzstromüberwachung müssen die überwachten Stromkreise mindestens einmal einer vollständigen Isolationsmessung unterzogen werden.

Praxislösungen

No results found.

Welche Grenzwerte gelten für Differenzströme? 

Ein fester allgemein gültiger Grenzwert existiert nicht. Die maximale Obergrenze liegt gemäß DIN EN 61140 (VDE 0140-1) bei 5 % des Außenleiterstroms.

In der Praxis ist jedoch weniger der absolute Wert entscheidend, sondern vielmehr die Veränderung gegenüber dem Normalzustand. Moderne Systeme zur Differenzstromüberwachung arbeiten daher häufig mit intelligenten Algorithmen zur Trendanalyse und Fehlerfrüherkennung.

Die Festlegung sinnvoller Grenzwerte obliegt letztlich der fachlichen Bewertung durch die befähigte Person.

R.O.E. – Ihr Partner für rechtssichere Elektrosicherheit

Die klassische Isolationsmessung bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Elektrosicherheit. Gleichzeitig bietet die kontinuierliche Differenzstromüberwachung erhebliche Vorteile für moderne Instandhaltungsstrategien.

Die Bewertung von Isolationsmessungsgrenzwerten, die Einführung einer geeigneten Differenzstromüberwachung sowie die normgerechte Umsetzung der DIN VDE 0105-100 erfordern umfassende Fachkenntnisse im Bereich der Elektrotechnik.

R.O.E. unterstützt Unternehmen dabei:

  • rechtssichere Prüfkonzepte zu entwickeln,
  • Gefährdungsbeurteilungen umzusetzen,
  • Prüfstrategien zu definieren
  • und organisatorische Verantwortung klar zu strukturieren.

Gerade im Bereich moderner Prüf- und Überwachungskonzepte zeigt sich, dass technische Lösungen nur dann wirksam sind, wenn sie fachlich bewertet und organisatorisch sauber eingebunden werden.

Csm doepke eguard px ml bacbeb
Email icon

Jetzt kontaktieren

Click to access the login or register cheese