Leiterprüfung: Leitern und Tritte sicher prüfen
Leitern und Tritte kommen in zahlreichen betrieblichen Bereichen zum Einsatz – etwa in der Instandhaltung, Haustechnik, Produktion oder im Handwerk. Um Schäden und daraus resultierende Unfallgefahren frühzeitig zu erkennen, müssen Unternehmen Leitern und Tritte regelmäßig prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar dokumentieren. Eine strukturierte Leiterprüfung unterstützt dabei, den sicheren Zustand der Arbeitsmittel dauerhaft zu gewährleisten.
Warum ist die regelmäßige Leiterprüfung wichtig?
Leitern und Tritte gehören in Handwerk, Industrie, Gebäudetechnik und vielen weiteren Bereichen zu den regelmäßig eingesetzten Arbeitsmitteln. Beschädigte Sprossen, verschlissene Leiterfüße oder defekte Spreizsicherungen können jedoch schnell zu einer erheblichen Unfallgefahr werden. Arbeitgeber müssen deshalb dafür sorgen, dass die bereitgestellten Arbeitsmittel sicher verwendet werden können. Dazu gehört auch, Leitern und Tritte zu prüfen und festgestellte Mängel fachgerecht zu bewerten. Die Anforderungen ergeben sich insbesondere aus der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Für die praktische Umsetzung liefert die DGUV Information 208-016 „Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten“ wichtige Hinweise. Eine ordnungsgemäße Leiterprüfung nach DGUV hilft dabei, Schäden rechtzeitig zu erkennen, unsichere Leitern aus dem Betrieb zu nehmen und die sichere Verwendung im Arbeitsalltag zu gewährleisten.
“Wir setzen Check-it nicht nur für Protokolle, Checklisten, Arbeitsfreigaben, Logbücher, etc. ein, sondern auch zum Qualifikationsnachweis von Nachunternehmen und Mitarbeitern, zur Risikoanalyse vor Ort sowie zur Anlagen- und Datenaufnahme ein. Die Möglichkeit auch Fotos abzulegen, ist für uns sehr wichtig. Die Check-it APP ist flexibel, unterstützt unsere Anforderungen, ist jederzeit über PC, Tablet oder Handy verfügbar und erfährt bei unseren Mitarbeitenden eine wachsende Akzeptanz.”
Detlev Kapteina
Koordinator der Elektroverantwortlichen ENGIE Deutschland
In der Instandhaltung ist die App vielseitig einsetzbar. Alles wird direkt mit dem Smartphone dokumentiert und versendet – das ist wirklich sehr praktisch. Was früher auf Papier oder in Excel war, ist jetzt digital in der Hosentasche verfügbar. Das macht die Inspektionen effizienter, und unsere Mitarbeitende sind sehr froh darüber.
Johannes Brack
Head of Maintenance HARTING Technologiegruppe
„Wir nutzen die Check-it App für Sicherheitsunterweisungen externer Dienstleister. Durch das Baukastenprinzip können wir Checklisten auf unsere Bedürfnisse anpassen und sparen uns dadurch den Papierkrieg.“
Marco Issler
Gebäudemanagement & VEFK TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG
“Man kann schon sagen, dass Check-it ein „Drei-in-eins-Programm“ ist – während der Prüfung kann man Fotos hinzufügen, unterschreiben und anschließend das PDF generieren. Sobald das PDF generiert ist, ist es schreibgeschützt, und wenn man es synchronisiert, werden die Daten direkt an den Auftraggeber weitergeleitet. Es spart uns sehr viel Zeit im Vergleich dazu, alles manuell per PDF zu erledigen.”
Mehmet Tekdemir
Geschäftsführer Elektro Tekdemir
„Ich hätte nie gedacht, dass Elektrodokumentation wirklich Spaß machen könnte! R. O. E. Online hat das mit seinen Tools geschafft. Die dadurch gewonnene Zeit im Tagesgeschäft ist enorm, verbunden mit einem Gefühl von Rechtssicherheit und bestem Schutz für meiner Mitarbeiter.“
Stefan Windirsch
Teamleiter Anlagenoptimierung, Brose Fahrzeugteile
„Die einfache Bedienbarkeit, regelmäßige Aktualisierung der Inhalte und die Abrufbarkeit für die jeweiligen Tätigkeiten unserer EFKs sowie die einfache Zugriffsverwaltung haben uns überzeugt“
Ulrich Voigt,
Elektro- und Leittechnik, Germany Vattenfall Wasserkraft GmbH
“Wir müssen in unserer Firma eine Menge Checklisten und Freigaben ausfüllen und verbringen damit eine Menge Zeit. Wenn wir mit der App arbeiten, sparen wir uns diese, weil man gleich alles in der Tasche hat. Man gehst zu einer Instandhaltung, man siehst was das Problem ist… Ich fülle gleich die richtige Checkliste aus, die Freigabe zur Arbeit, hier ist sie, ich versende sie – fertig. Es ist so einfach.”
Dominik Grentz
Verantwortliche Elektrofachkraft MARS
Ich bin mit der Kommunikation und der gesamten Zusammenarbeit sehr zufrieden, die bereits nach der ersten Kontaktaufnahme super funktioniert hat. Mir wurde genug Freiraum gelassen, um die App erst einmal in Ruhe zu testen. Seitdem ich die App nutze und meinen Kunden zur Verfügung stelle, habe ich eine sehr gute Unterstützung erfahren
Manuel Trimpop,
Geschäftsführer Dielex GmbH
“Wir nutzten die Check-It App in fast allen Aspekten des Arbeitsschutzes. Die größte Anwendung findet sie in Sicherheitsbegehungen, bei Prüfprotokollen und Fremdfirmenkoordinatoren Tätigkeiten. Die Möglichkeit der Fotodokumentation steigert die Qualität jeder Begehung und erfreut sich großer Akzeptanz. Eigene Checklisten lassen sich schnell und unkompliziert anlegen."
Christian Hagemoser,
Infrastructure Services Siemens Energy Global GmbH & Co. KG
Wie oft muss eine Leiterprüfung durchgeführt werden?
Eine pauschale Prüffrist, die für jede Leiter und jeden Betrieb gleichermaßen gilt, gibt es nicht. Der Arbeitgeber muss die erforderlichen Prüffristen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festlegen.
Dabei sollten unter anderem berücksichtigt werden:
- Art und Bauweise der Leiter,
- Häufigkeit der Benutzung,
- Beanspruchung während des Einsatzes,
- Umgebungsbedingungen,
- Herstellerangaben
- Ergebnisse vorheriger Prüfungen unbekannte Schäden oder besondere Vorkommnisse.
In der betrieblichen Praxis wird häufig ein jährlicher Prüfturnus gewählt. Dieser darf jedoch nicht einfach pauschal übernommen werden. Bei besonders intensiver Nutzung oder belastenden Einsatzbedingungen können kürzere Prüfintervalle erforderlich sein. Zusätzlich zur wiederkehrenden Prüfung sollte der Benutzer vor jeder Verwendung den ordnungsgemäßen Zustand der Leiter kontrollieren.
Wer darf eine Leiterprüfung durchführen?
Die Prüfung von Leitern darf nicht beliebig an Beschäftigte übertragen werden. Der Arbeitgeber muss eine Person auswählen, die aufgrund ihrer Kenntnisse und Erfahrungen in der Lage ist, den sicheren Zustand des jeweiligen Arbeitsmittels fachgerecht zu beurteilen. Entscheidend ist somit nicht allein eine Berufsbezeichnung oder ein Schulungszertifikat.
Je nach betrieblicher Situation können beispielsweise entsprechend qualifizierte Beschäftigte aus den Bereichen Haustechnik, Instandhaltung oder Arbeitssicherheit für diese Aufgabe infrage kommen. Voraussetzung ist immer, dass die notwendigen Kenntnisse für die konkrete Prüfaufgabe vorhanden sind.
Was ist eine befähigte Person zur Prüfung von Leitern und Tritten?
Eine befähigte Person zur Prüfung von Leitern und Tritten muss über die notwendigen Kenntnisse verfügen, um Schäden und Mängel zu erkennen und deren Auswirkungen auf die sichere Verwendung beurteilen zu können.
Dazu gehören insbesondere Kenntnisse über:
- unterschiedliche Leiter- und Trittbauarten,
- bestimmungsgemäße Verwendung,
- typische Verschleiß- und Schadensbilder,
- relevante Arbeitsschutzanforderungen,
- Herstellervorgaben,
- Kriterien für die weitere Benutzung und
- eine ordnungsgemäße Dokumentation der Prüfung.
Eine entsprechende Schulung kann die notwendigen Kenntnisse vermitteln und aktualisieren. Der Arbeitgeber bleibt jedoch dafür verantwortlich, eine für die jeweilige Prüfaufgabe geeignete Person auszuwählen und zu beauftragen.
Was wird bei einer Leiterprüfung kontrolliert?
Bei einer Leiterprüfung wird beurteilt, ob die Leiter beziehungsweise der Tritt weiterhin sicher verwendet werden kann. Der konkrete Prüfumfang hängt von Bauart, Material, Einsatzbedingungen und Herstellerangaben ab.
Typischerweise werden unter anderem kontrolliert:
- Holme und Sprossen beziehungsweise Stufen,
- Leiterfüße und Abrutschsicherungen,
- Spreizsicherungen,
- Gelenke und Verbindungen,
- Plattformen,
- Halte- und Sicherungseinrichtungen,
- Rollen und Bremsen, sofern vorhanden,
- Verschraubungen und Befestigungen,
- Korrosion und Materialverformungen sowie
- Kennzeichnungen und Sicherheitshinweise.
Wer Leitern und Tritte prüft, sollte außerdem berücksichtigen, ob unsachgemäße Reparaturen oder Veränderungen vorgenommen wurden.
Welche Mängel werden bei Leiterprüfungen häufig festgestellt?
Bestimmte Schäden treten bei Leitern und Tritten besonders häufig auf. Dazu gehören:
Beschädigte Sprossen oder Stufen: Risse, Bruchstellen, Verformungen oder lose Verbindungen können die Tragfähigkeit beeinträchtigen.
Defekte Leiterfüße: Fehlende oder stark verschlissene Fußkappen können dazu führen, dass die Leiter keinen sicheren Stand mehr hat.
Beschädigte Spreizsicherungen: Bei Stehleitern sind funktionierende Spreizsicherungen entscheidend für die Standsicherheit.
Korrosion und Materialschäden: Insbesondere bei Metallleitern können Korrosion oder Verformungen die Stabilität beeinträchtigen.
Öl und Verschmutzungen: Rutschige Sprossen und Stufen erhöhen die Gefahr eines Absturzes.
Fehlende Kennzeichnungen: Sicherheitshinweise und Angaben zur zulässigen Verwendung müssen erkennbar sein.
Werden sicherheitsrelevante Mängel festgestellt, darf die Leiter nicht einfach weiterverwendet werden. Sie muss der Benutzung entzogen und entsprechend dem festgestellten Mangel instand gesetzt oder ausgesondert werden.
Ortsfeste Leitern: Was ist bei der Prüfung zu beachten?
Neben tragbaren Leitern müssen auch ortsfeste Leitern sicher betrieben und entsprechend den für sie geltenden Anforderungen kontrolliert beziehungsweise geprüft werden.
Da ortsfeste Leitern dauerhaft Bestandteil eines Gebäudes, einer Maschine oder einer Anlage sein können, unterscheiden sich die Prüfkriterien von denen einer gewöhnlichen Steh- oder Anlegeleiter.
Bei der Prüfung können beispielsweise relevant sein:
- sichere Befestigung und Verankerung,
- Zustand von Sprossen und Holmen,
- Korrosion oder Materialschäden,
- sichere Ein- und Ausstiegsbereiche,
- erforderliche Absturzsicherungen sowie
- Veränderungen am Umfeld der Leiter.
Auch hier muss die prüfende Person aufgrund ihrer Qualifikation und Erfahrung in der Lage sein, den sicheren Zustand der ortsfesten Leiter zu beurteilen.
Leiterprüfung nach DGUV richtig dokumentieren
Eine nachvollziehbare Dokumentation ist ein wesentlicher Bestandteil der betrieblichen Organisation. Sie ermöglicht es, den Zustand der vorhandenen Leitern nachzuverfolgen und festgestellte Mängel sowie daraus resultierende Maßnahmen eindeutig zuzuordnen.
Ein Prüfprotokoll sollte beispielsweise enthalten:
- eindeutige Identifikation der Leiter,
- Standort beziehungsweise Einsatzbereich,
- Leiterart,
- Herstellerdaten, soweit relevant,
- Datum der Prüfung,
- Prüfergebnis,
- festgestellte Mängel,
- erforderliche Maßnahmen,
- Angaben zur prüfenden Person und
- gegebenenfalls den nächsten vorgesehenen Prüftermin.
Verwendete ROE Check it Bausteine
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Leiterprüfungen mit Check-it digital dokumentieren
Gerade in größeren Unternehmen kann die Verwaltung zahlreicher Leitern und Tritte schnell unübersichtlich werden. Papierlisten erschweren die Zuordnung von Prüfungen, Standorten, Mängeln und Folgemaßnahmen.
Mit Check-it können Unternehmen ihre Leiterprüfungen digital erfassen und dokumentieren. Prüfergebnisse, Bilder, Standorte und festgestellte Mängel lassen sich strukturiert dem jeweiligen Arbeitsmittel zuordnen.
So entsteht eine nachvollziehbare Dokumentation, die Verantwortliche dabei unterstützt, den Überblick über vorhandene Leitern, durchgeführte Prüfungen und erforderliche Maßnahmen zu behalten.
Reicht eine Prüfplakette auf der Leiter aus?
Eine Prüfplakette kann Beschäftigten schnell zeigen, dass eine Leiter geprüft wurde beziehungsweise wann die nächste Prüfung vorgesehen ist. Sie ersetzt jedoch nicht die erforderliche betriebliche Organisation und Dokumentation.
Entscheidend ist nicht allein der Aufkleber auf der Leiter, sondern die nachvollziehbare Durchführung und Bewertung der Leiterprüfung.
Fazit: Leiterprüfung als Bestandteil der Arbeitssicherheit
Die regelmäßige Prüfung von Leitern trägt dazu bei, Schäden frühzeitig zu erkennen und Absturzunfälle zu vermeiden. Entscheidend sind dabei eine risikobasiert festgelegte Prüffrist, eine fachkundige Durchführung sowie eine nachvollziehbare Dokumentation.
Unternehmen sollten deshalb nicht nur regelmäßig Leitern und Tritte prüfen, sondern auch eindeutig festlegen, wer die Prüfungen durchführt, wie mit festgestellten Mängeln umzugehen ist und wie die Ergebnisse dokumentiert werden. Digitale Prozesse mit Check-it können dabei helfen, Leiterprüfungen einheitlich und nachvollziehbar zu organisieren.
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