Erden und Kurzschließen

Erden und Kurzschließen ist Schritt 4 der 5 Sicherheitsregeln. Erfahren Sie, warum diese Maßnahme lebenswichtig ist und wie sie richtig umgesetzt wird, um Stromunfälle zu verhindern.

Das Erden und Kurzschließen ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen beim Arbeiten an elektrischen Anlagen. Dieser Schritt ist insbesondere im Hochspannungsbereich zwingend erforderlich und stellt die vierte der bekannten 5 Sicherheitsregeln der Elektrotechnik dar.

Nur durch konsequentes Erden und Kurzschließen kann eine gefährliche Restspannung z.B. durch Kabelkapazitäten verhindert und somit die Sicherheit aller beteiligten Personen gewährleistet werden. Es handelt sich dabei um eine lebenswichtige Maßnahme, die Unfälle effektiv verhindert.

Die ersten drei der 5 Sicherheitsregeln müssen immer -ohne Ausnahme- angewendet werden, wenn an elektrischen Anlagen gearbeitet werden soll.
Das konsequente Anwenden von Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern und Spannungsfreiheit feststellen, bildet die Grundlage für jede sichere Arbeitsumgebung im Bereich der Elektrotechnik – ob auf der Baustelle, im Industriebereich oder in der Gebäudetechnik.

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Warum Erden und Kurzschließen?

Nachdem die Spannungsfreiheit der Anlage zweifelsfrei festgestellt wurde, erfolgt im nächsten Schritt das Erden und Kurzschließen. Dieser Vorgang schützt zuverlässig vor einer möglichen Rückeinspeisung oder kapazitiven Aufladung.

Durch das Herstellen einer leitenden Verbindung zur Erde und das gleichzeitige Kurzschließen der aktiven Leiter wird gewährleistet, dass im Fehlerfall keine gefährlichen Spannungen an der Arbeitsstelle auftreten können. Wird versehentlich wieder eingeschaltet, lösen vorgeschaltete Überstrom-Schutzeinrichtungen sofort aus und schalten so die Spannung sofort wieder ab. 

Vorgeschriebene Reihenfolge beim Erden und Kurzschließen

Beim Erden und Kurzschließen ist eine feste Reihenfolge einzuhalten:

  1. Zunächst wird die Verbindung mit dem Erdanschlusspunkt hergestellt.
  2. Erst im Anschluss erfolgt die Verbindung zu den aktiven Teilen der Anlage.

Nur so kann sichergestellt werden, dass keine gefährliche Spannung über den menschlichen Körper zur Erde abfließt.

Ausnahme bei Niederspannungsanlagen bis 1000 V

Bei Anlagen mit einer Spannung bis 1000 Volt kann unter bestimmten Bedingungen auf diesen Schritt verzichtet werden. Dies gilt jedoch ausschließlich, wenn:

  • die Anlage freigeschaltet ist,
  • Maßnahmen gegen Wiedereinschalten getroffen wurden und
  • die Spannungsfreiheit eindeutig festgestellt wurde.

Trotz dieser Ausnahmeregelung ist es in der Praxis dennoch empfehlenswert, das Erden und Kurzschließen auch im Niederspannungsbereich anzuwenden, um auf Nummer sicher zu gehen.

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Die 5 Sicherheitsregeln

Zur besseren Orientierung hier noch einmal die 5 Sicherheitsregeln für das Arbeiten an elektrischen Anlagen:

  1. Freischalten
  2. Gegen Wiedereinschalten sichern
  3. Spannungsfreiheit feststellen
  4. Erden und kurzschließen
  5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

Das Erden und Kurzschließen ist eine unverzichtbare Maßnahme für sicheres Arbeiten an Hochspannungsanlagen.

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