FI Typ AC – Austausch erforderlich?
Der Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) Typ AC – umgangssprachlich oft FI Typ AC genannt – war früher weit verbreitet. Er ist für das Abschalten von rein sinusförmigen Wechselfehlerströmen konzipiert, die plötzlich auftreten oder langsam ansteigen. Doch die moderne Netz- und Gerätetechnik hat sich verändert – und damit auch die Anforderungen an Schutzgeräte.
Warum der RCD Typ AC heute nicht mehr zulässig ist
Ganz grundlegend gilt: Fehlerstrom ist nicht gleich Fehlerstrom. Bei Fehlerströmen wird zwischen Wechselstrom-Fehlerströmen und Gleichstrom-Fehlerströmen unterschieden. Nicht jeder RCD kann jede Art von Fehlerströmen erkennen.
Die Stromnetze enthalten heute durch elektronische Verbraucher wie Frequenzumrichter, LED-Netzteile oder Ladegeräte komplexe Fehlerstromverläufe. Der RCD Typ AC kann diese modernen Fehlerströme nicht zuverlässig erfassen. Der RCD Typ AC ist gewissermaßen “blind” für komplexere Fehlerströme.
Rechtliche Lage: Bereits seit 1983 (!) ist der RCD Typ AC nicht mehr zulässig – er entspricht nicht mehr dem Stand der Technik.
Gemäß aktueller VDE-Normen und einschlägigen Regelwerken (z. B. DIN VDE 0100-530, DIN VDE 0100-410) dürfen FI Typ AC-Schalter nicht mehr verbaut werden. Ein Austausch wird dringend empfohlen, da moderne Elektrogeräte oft komplexere Fehlerströme erzeugen auf die ein Typ AC nicht mehr zuverlässig funktioniert.
“Wir setzen Check-it nicht nur für Protokolle, Checklisten, Arbeitsfreigaben, Logbücher, etc. ein, sondern auch zum Qualifikationsnachweis von Nachunternehmen und Mitarbeitern, zur Risikoanalyse vor Ort sowie zur Anlagen- und Datenaufnahme ein. Die Möglichkeit auch Fotos abzulegen, ist für uns sehr wichtig. Die Check-it APP ist flexibel, unterstützt unsere Anforderungen, ist jederzeit über PC, Tablet oder Handy verfügbar und erfährt bei unseren Mitarbeitenden eine wachsende Akzeptanz.”
Detlev Kapteina
Koordinator der Elektroverantwortlichen ENGIE Deutschland
In der Instandhaltung ist die App vielseitig einsetzbar. Alles wird direkt mit dem Smartphone dokumentiert und versendet – das ist wirklich sehr praktisch. Was früher auf Papier oder in Excel war, ist jetzt digital in der Hosentasche verfügbar. Das macht die Inspektionen effizienter, und unsere Mitarbeitende sind sehr froh darüber.
Johannes Brack
Head of Maintenance HARTING Technologiegruppe
„Wir nutzen die Check-it App für Sicherheitsunterweisungen externer Dienstleister. Durch das Baukastenprinzip können wir Checklisten auf unsere Bedürfnisse anpassen und sparen uns dadurch den Papierkrieg.“
Marco Issler
Gebäudemanagement & VEFK TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG
“Man kann schon sagen, dass Check-it ein „Drei-in-eins-Programm“ ist – während der Prüfung kann man Fotos hinzufügen, unterschreiben und anschließend das PDF generieren. Sobald das PDF generiert ist, ist es schreibgeschützt, und wenn man es synchronisiert, werden die Daten direkt an den Auftraggeber weitergeleitet. Es spart uns sehr viel Zeit im Vergleich dazu, alles manuell per PDF zu erledigen.”
Mehmet Tekdemir
Geschäftsführer Elektro Tekdemir
„Ich hätte nie gedacht, dass Elektrodokumentation wirklich Spaß machen könnte! R. O. E. Online hat das mit seinen Tools geschafft. Die dadurch gewonnene Zeit im Tagesgeschäft ist enorm, verbunden mit einem Gefühl von Rechtssicherheit und bestem Schutz für meiner Mitarbeiter.“
Stefan Windirsch
Teamleiter Anlagenoptimierung, Brose Fahrzeugteile
„Die einfache Bedienbarkeit, regelmäßige Aktualisierung der Inhalte und die Abrufbarkeit für die jeweiligen Tätigkeiten unserer EFKs sowie die einfache Zugriffsverwaltung haben uns überzeugt“
Ulrich Voigt,
Elektro- und Leittechnik, Germany Vattenfall Wasserkraft GmbH
“Wir müssen in unserer Firma eine Menge Checklisten und Freigaben ausfüllen und verbringen damit eine Menge Zeit. Wenn wir mit der App arbeiten, sparen wir uns diese, weil man gleich alles in der Tasche hat. Man gehst zu einer Instandhaltung, man siehst was das Problem ist… Ich fülle gleich die richtige Checkliste aus, die Freigabe zur Arbeit, hier ist sie, ich versende sie – fertig. Es ist so einfach.”
Dominik Grentz
Verantwortliche Elektrofachkraft MARS
Ich bin mit der Kommunikation und der gesamten Zusammenarbeit sehr zufrieden, die bereits nach der ersten Kontaktaufnahme super funktioniert hat. Mir wurde genug Freiraum gelassen, um die App erst einmal in Ruhe zu testen. Seitdem ich die App nutze und meinen Kunden zur Verfügung stelle, habe ich eine sehr gute Unterstützung erfahren
Manuel Trimpop,
Geschäftsführer Dielex GmbH
“Wir nutzten die Check-It App in fast allen Aspekten des Arbeitsschutzes. Die größte Anwendung findet sie in Sicherheitsbegehungen, bei Prüfprotokollen und Fremdfirmenkoordinatoren Tätigkeiten. Die Möglichkeit der Fotodokumentation steigert die Qualität jeder Begehung und erfreut sich großer Akzeptanz. Eigene Checklisten lassen sich schnell und unkompliziert anlegen."
Christian Hagemoser,
Infrastructure Services Siemens Energy Global GmbH & Co. KG
Welche Alternativen zum FI Typ AC gibt es?
RCD Typ A
- Erfasst sinusförmige Wechselfehlerströme
- Zusätzlich auch pulsierende Gleichfehlerströme
- Für Haushaltsgeräte mit gesteuerten Stromkreisen geeignet
- Standardlösung in modernen Installationen
Begrenzung: Funktion nur bis zu überlagerten Gleichfehlerströmen ≤ 6 mA sichergestellt. Daher ungeeignet hinter Ladegeräten für E-Mobilität oder PV-Wechselrichtern.
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RCD Typ F
Erkennt wie Typ A auch:
- pulsierende Gleichfehlerströme
- sinusförmige Fehlerströme
- Zusätzlich geeignet für Geräte mit Mischfrequenzen bis 1 kHz
- Für moderne Haushaltsgeräte, Klimaanlagen, Waschmaschinen etc.
Begrenzung: Nur bis Gleichfehlerstrom ≤ 10 mA zuverlässig.
RCD Typ B
Für alle Fehlerstromarten geeignet, einschließlich:
- glatter Gleichfehlerströme
- sinusförmiger Wechselströme bis 1.000 Hz
- Mischfrequenzen
Wird deshalb auch als allstromsensitiv bezeichnet.
Erforderlich z. B. bei:
- PV-Anlagen
- Frequenzumrichtern
Wichtig: Nie hinter einem RCD Typ A betreiben! Ein Typ B muss immer vorgelagert verbaut werden.
RCD Typ A EV (für Ladestationen / Elektromobilität)
- speziell für Laden von E-Autos entwickelt
- noch geringere Auslöseschwelle im Vergleich zu Typ B (≥ 6 mA)
- spezielle Konstruktion des FI Typ A EV verhindert außerdem, dass ein eventuell vorgeschalteter FI Typ A „erblindet“ (sprich, durch glatte Gleichstrom-Fehlerströme seine Schutzfunktion verliert
RCD Typ F EV (für Ladestationen / Elektromobilität)
- speziell für Laden von E-Autos entwickelt
- wie Typ A EV, zusätzlich löst ein RCD Typ F EV bereits bei Gleichstrom-Fehlerströmen von ≥ 6 mA aus und schützt damit vorgeschaltete Fehlerstromschutzeinrichtungen vor Funktionsausfällen
- sensitiv für Mischfrequenzen
Empfehlung: RCD Typ AC austauschen – nicht zögern!
Auch wenn ein FI Typ AC technisch noch funktioniert: Er entspricht nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen und sollte nicht verwendet werden, da sie komplexere Fehlerströme nicht erkennen und somit bei einem Fehlerfall nicht auslösen können, was zu Personenschäden oder Bränden führen kann.
Praxislösungen



Wann ist der Austausch verpflichtend?
- Bei Umbauten oder Erweiterungen der Anlage
- Bei Mängelfeststellung durch eine Prüfung
- Im Rahmen der Nachrüstung von FI-Schaltern im Altbau
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