FI-Schalter im Altbau nachrüsten
Im Altbau gibt es keine generelle Pflicht, einen RCD-Schalter nachzurüsten. Unter bestimmten Voraussetzungen ist das Nachrüsten jedoch verpflichtend oder dringend empfohlen, um die Sicherheit zu erhöhen.
Was ist ein FI-Schalter und warum ist er wichtig?
Ein RCD-Schalter schützt zuverlässig vor Stromschlägen und elektrischen Bränden, indem er den Stromkreis bei einem Fehlerstrom innerhalb von Millisekunden unterbricht. Seit 2007 ist der Einsatz solcher Schutzschalter in neuen Steckdosenstromkreisen bis 20 A (und seit 2018 bis 32 A) normativ vorgeschrieben – insbesondere in Bereichen, die für elektrotechnische Laien zugänglich sind.
“Wir setzen Check-it nicht nur für Protokolle, Checklisten, Arbeitsfreigaben, Logbücher, etc. ein, sondern auch zum Qualifikationsnachweis von Nachunternehmen und Mitarbeitern, zur Risikoanalyse vor Ort sowie zur Anlagen- und Datenaufnahme ein. Die Möglichkeit auch Fotos abzulegen, ist für uns sehr wichtig. Die Check-it APP ist flexibel, unterstützt unsere Anforderungen, ist jederzeit über PC, Tablet oder Handy verfügbar und erfährt bei unseren Mitarbeitenden eine wachsende Akzeptanz.”
Detlev Kapteina
Koordinator der Elektroverantwortlichen ENGIE Deutschland
In der Instandhaltung ist die App vielseitig einsetzbar. Alles wird direkt mit dem Smartphone dokumentiert und versendet – das ist wirklich sehr praktisch. Was früher auf Papier oder in Excel war, ist jetzt digital in der Hosentasche verfügbar. Das macht die Inspektionen effizienter, und unsere Mitarbeitende sind sehr froh darüber.
Johannes Brack
Head of Maintenance HARTING Technologiegruppe
„Wir nutzen die Check-it App für Sicherheitsunterweisungen externer Dienstleister. Durch das Baukastenprinzip können wir Checklisten auf unsere Bedürfnisse anpassen und sparen uns dadurch den Papierkrieg.“
Marco Issler
Gebäudemanagement & VEFK TTS Tooltechnic Systems AG & Co. KG
“Man kann schon sagen, dass Check-it ein „Drei-in-eins-Programm“ ist – während der Prüfung kann man Fotos hinzufügen, unterschreiben und anschließend das PDF generieren. Sobald das PDF generiert ist, ist es schreibgeschützt, und wenn man es synchronisiert, werden die Daten direkt an den Auftraggeber weitergeleitet. Es spart uns sehr viel Zeit im Vergleich dazu, alles manuell per PDF zu erledigen.”
Mehmet Tekdemir
Geschäftsführer Elektro Tekdemir
„Ich hätte nie gedacht, dass Elektrodokumentation wirklich Spaß machen könnte! R. O. E. Online hat das mit seinen Tools geschafft. Die dadurch gewonnene Zeit im Tagesgeschäft ist enorm, verbunden mit einem Gefühl von Rechtssicherheit und bestem Schutz für meiner Mitarbeiter.“
Stefan Windirsch
Teamleiter Anlagenoptimierung, Brose Fahrzeugteile
„Die einfache Bedienbarkeit, regelmäßige Aktualisierung der Inhalte und die Abrufbarkeit für die jeweiligen Tätigkeiten unserer EFKs sowie die einfache Zugriffsverwaltung haben uns überzeugt“
Ulrich Voigt,
Elektro- und Leittechnik, Germany Vattenfall Wasserkraft GmbH
“Wir müssen in unserer Firma eine Menge Checklisten und Freigaben ausfüllen und verbringen damit eine Menge Zeit. Wenn wir mit der App arbeiten, sparen wir uns diese, weil man gleich alles in der Tasche hat. Man gehst zu einer Instandhaltung, man siehst was das Problem ist… Ich fülle gleich die richtige Checkliste aus, die Freigabe zur Arbeit, hier ist sie, ich versende sie – fertig. Es ist so einfach.”
Dominik Grentz
Verantwortliche Elektrofachkraft MARS
Ich bin mit der Kommunikation und der gesamten Zusammenarbeit sehr zufrieden, die bereits nach der ersten Kontaktaufnahme super funktioniert hat. Mir wurde genug Freiraum gelassen, um die App erst einmal in Ruhe zu testen. Seitdem ich die App nutze und meinen Kunden zur Verfügung stelle, habe ich eine sehr gute Unterstützung erfahren
Manuel Trimpop,
Geschäftsführer Dielex GmbH
“Wir nutzten die Check-It App in fast allen Aspekten des Arbeitsschutzes. Die größte Anwendung findet sie in Sicherheitsbegehungen, bei Prüfprotokollen und Fremdfirmenkoordinatoren Tätigkeiten. Die Möglichkeit der Fotodokumentation steigert die Qualität jeder Begehung und erfreut sich großer Akzeptanz. Eigene Checklisten lassen sich schnell und unkompliziert anlegen."
Christian Hagemoser,
Infrastructure Services Siemens Energy Global GmbH & Co. KG
FI nachrüsten im Altbau – Pflicht oder Bestandsschutz?
Gerade in Altbauten und in älteren Gebäuden sind häufig noch Steckdosen ohne FI-Schutz in Betrieb. Hier berufen sich viele auf den sogenannten Bestandsschutz. Doch Vorsicht: In der Elektrotechnik ist dieser Begriff nicht rechtlich verankert!
Wichtiger Hinweis: Der Begriff „Bestandsschutz“ stammt aus dem Bauordnungsrecht. In der Elektrotechnik hingegen existiert dieser Begriff weder in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) noch in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).
Das bedeutet: Auch wenn eine Anlage beim Bau den damaligen technischen Regeln entsprach, kann eine Gefährdung bestehen – und dann ist der Betreiber verpflichtet, diese zu beseitigen. Dazu gehört unter Umständen das Nachrüsten eines FI-Schalters.
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Unsere Produkte werden von Sachverständigen mitentwickelt, haben sich in der Praxis bewährt und werden kontinuierlich gemeinsam mit unseren Kunden weiterentwickelt. Verlassen Sie sich auf Qualität, die hält, was sie verspricht – für optimale Ergebnisse in jeder Situation!
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Pflicht zur Nachrüstung gemäß ArbStättV
und VDE 0100-410
Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) schreibt vor, dass Arbeitsstätten so eingerichtet und betrieben werden müssen, dass Gefährdungen möglichst vermieden werden. Gemäß § 3a Abs. 1 müssen Arbeitgeber dafür sorgen, dass der Stand der Technik eingehalten wird.
Der Stand der Technik bezeichnet den Entwicklungsstand fortschrittlicher Verfahren, Geräte oder Methoden, die die Sicherheit einer Maßnahme oder Vorgehensweise zum Schutz der Beschäftigten als gesichert erscheinen lassen.
Bei der Bestimmung des Stands der Technik sind insbesondere vergleichbare Verfahren, Geräte oder Methoden heranzuziehen, die sich in der Praxis bewährt haben. Auch wenn ein RCD für die beschriebenen Stromkreise nicht vorgeschrieben ist, so ist doch davon auszugehen, dass diese zusätzliche Schutzmaßnahme dem Stand der Technik entspricht.
Laut DIN VDE 0100-410 ist seit Juni 2007 ein RCD (FI-Schalter) für Steckdosenstromkreise bis 20 A und seit 2018 bis 32 A vorgeschrieben. Ebenso müssen seither auch Beleuchtungsstromkreise in Wohnungen durch einen FI abgesichert sein.
Wenn also eine ortsfeste elektrische Anlage vor diesen Änderungen installiert wurde, ist eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Kommt diese zu dem Ergebnis, dass eine Gefahr besteht, muss ein FI-Schalter nachgerüstet werden – auch im Altbau.
Praxislösungen



FI-Schalter nachrüsten – Altbau und Gefährdungsbeurteilung
Im Altbau ist das Nachrüsten eines FI-Schalters besonders sinnvoll, wenn:
- Steckdosen für Laien zugänglich sind
- keine weiteren Schutzmaßnahmen wie Isolationsüberwachung bestehen
- der Zustand der Elektroinstallation als sicherheitskritisch einzustufen ist
Entscheidungshilfe: Eine Gefährdungsbeurteilung bildet die rechtliche Grundlage für die Entscheidung, ob ein FI nachgerüstet werden muss. Dabei sind die ArbStättV, die VDE 0100-410 und der aktuelle Stand der Technik maßgeblich.
Fazit: FI-Schalter nachrüsten ist oft keine Pflicht – aber Pflichtbewusstsein zählt
Es gibt keine pauschale Pflicht, einen FI-Schalter nachzurüsten – selbst im Altbau. Doch sobald eine Gefährdung besteht oder die Elektroanlage gewerblich genutzt wird, kann sich aus der Gefährdungsbeurteilung sehr wohl eine “Nachrüstpflicht” ergeben.
In jedem Fall gilt: Sicherheit hat Vorrang vor “Bestandsschutz”. Ein FI-Schalter ist eine vergleichsweise kostengünstige Maßnahme mit hoher Schutzwirkung – für Mensch, Tier und Gebäude.
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